"Mississippi Jam": In trüben Gewässern

30. Mai 2016, 13:01
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Robicheaux soll ein U-Bootwrack aufspüren. Da gerät er ins Visier

Im Schlamm der Mississippi-Mündung lauern historische Relikte. Dave Robicheaux ist als junger Mann beim Tauchen darauf gestoßen. Ein U-Boot der Nazis, das vor der Küste Louisianas versenkt wurde, treibt auf dem Meeresgrund. Robicheaux vom New Orleans Police Department erinnert sich an den unheimlichen Anblick, als er gebeten wird, das Wrack aufzuspüren. Robicheaux hat keine Lust, braucht aber Geld, um die Kaution für einen Freund bezahlen zu können. Plötzlich sind mehrere Leute hinter dem U-Boot her. Die Anspannung bringt den trockenen Alkoholiker Robicheaux in Versuchung, und schlimmer noch, auch seine Frau droht in den Suff abzugleiten.

James Lee Burke ist ein guter Erzähler, der immer für einen spannenden Plot gut ist. Mag sein, dass den Bänden Glut und Asche oder Sturm über New Orleans der Vorzug zu geben ist, aber in jedem Fall ist es ein Verdienst des Pendragon-Verlages, Burkes Romane ins Deutsche übersetzt zu haben. Ihr Niveau ist weit von den Niederungen der Fließbandthriller entfernt. (Ingeborg Sperl, Album, 30.5.2016)

James Lee Burke, "Mississippi Jam". Deutsch: Jürgen Bürger. € 18,50 / 588 Seiten. Pendragon, Bielefeld 2016

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    foto: pendragon
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