China "extrem unzufrieden" über G7-Erklärung

27. Mai 2016, 10:45
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Peking sieht Einmischung externer Akteure in Angelegenheiten, die nur die eigene Region betreffen

Peking – China hat sich verärgert über die Erklärung des G7-Gipfels zum Inselstreit im Südchinesischen Meer geäußert. Die von Japan betriebene Überbewertung dieser Angelegenheit diene nicht der Stabilität in der Region, sagte eine Sprecherin des Außenministeriums in Peking am Freitag. Zudem liege dies nicht in der Verantwortung der G7, die eine Plattform für die wirtschaftliche Abstimmung unter den Industrieländern sein solle. "China ist extrem unzufrieden mit dem, was Japan und die G7 getan haben", sagte die Sprecherin.

Die G7-Staaten forderten in einem Signal an China eine friedliche Beilegung der Gebietsstreitigkeiten im Ost- und Südchinesischen Meer. Alle Beteiligten müssten sich darum bemühen, erklärte die Gruppe der sieben führenden westlichen Industrienationen und Japans am Donnerstag. In der Region nehmen die Spannungen zu, weil die ostasiatischen Nachbarn China vorwerfen, Besitzansprüche zunehmend auch militärisch durchsetzen zu wollen. Die Philippinen haben deshalb den Internationalen Seegerichtshof angerufen. China hat angekündigt, den Schiedsspruch nicht zu akzeptieren. (Reuters, 27.5.2016)

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