Alter Kapitän schimpft auf FPÖ, Pegida und AfD – und wird Facebook-Hit

27. Mai 2016, 17:30
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Der Hamburger Seefahrer Jürgen Schwandt erfreut sich einer immer größeren Leserschaft in sozialen Medien

Seit über 60 Jahren ist Jürgen Schwandt auf den Weltmeeren unterwegs. Der Kapitän hat die Welt gesehen – und sagt: "Überall habe ich gute Menschen kennengelernt und auch ein paar Arschgeigen. Aber ob gut oder Arschgeige – mit Hautfarbe, Pass oder Religion hat das gar nichts zu tun." Schwandt engagiert sich deshalb gegen Rechtsextremismus und Rechtspopulismus. Mittlerweile ist er auch auf Facebook aktiv – wo er gerade zu einem Social Media-Star avanciert. Mehr als 60.000 Fans hat er binnen weniger Monate gesammelt; seitdem deutsche Medien über ihn berichten, steigt die Zahl seiner Anhänger rasant. In der Hamburger Morgenpost hat er eine regelmäßige Kolumne.

Morddrohungen

"Es ist wichtig, sich AfD und Pegida in sozialen Netzwerken entgegenzustellen", sagt Schwandt im Interview mit Meedia. Denn gerade dort würde Stimmungsmache gemacht werden. Mit seiner ruppigen, authentischen Art kann sich der Kapitän den Populisten entgegenstellen. Das haben natürlich auch Rechtsextreme gemerkt, die Schwandt regelmäßig Morddrohungen schicken. Die seien aber eher eine "Ermutigung, weiterzumachen", so Schwandt zum NDR.

Lieber Zigaretten als Facebook

Die Wahl in Österreich hat den Hamburger Seefahrer besonders beschäftigt. "Lieber Österreicher, den Großen Braunen mag man doch nur im Cafe, oder?", fragt Schwandt in Anspielung auf die Bundespräsidentschaftswahl. Auf Facebook unterstützt ihn das Team des Verlags, bei dem Schwandt seine Biographie veröffentlicht hat. Auf die Frage, ob er lieber auf Zigaretten oder auf Facebook verzichten wolle, wählt er übrigens Facebook – auch wenn es "gut wäre, beides zu reduzieren". (red, 27.5.2016)

  • Jürgen Schwandt avanciert zum Social-Media-Star.
    foto: screenshot/schwandt

    Jürgen Schwandt avanciert zum Social-Media-Star.

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