Wieder einmal Neues von Schrödingers Katze

27. Mai 2016, 05:30
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New Haven – Der österreichische Physiker und Nobelpreisträger Erwin Schrödinger hat 1935 sein berühmtes Gedankenexperiment mit einer Katze, die in einer Kiste steckend gleichzeitig tot und lebendig ist, eigentlich dazu erfunden, um zu zeigen, wie "burlesk" die Quantentheorie ist. Inzwischen hat sich aber in zahlreichen Experimenten gezeigt, dass sich die Natur wirklich derart merkwürdig verhält. So besteht bis heute Interesse an Schrödingers Katze – und Forschungsbedarf.

Wie Physiker um Chen Wang von der Yale University in der aktuellen Ausgabe des Fachblatts "Science" berichten, konnten sie eine große Zahl an Lichtteilchen in einen "Schrödinger Katzen-Zustand" versetzen. Doch in ihrem Experiment gingen sie noch einen Schritt weiter: Sie erzeugten nicht nur einen Überlagerungszustand, sondern weiteten diesen auf zwei Kammern aus. Übertragen auf die Katze hieße das: Sie nicht nur tot und lebendig, sondern das auch noch in zwei Kisten zugleich.

Abstract
Science: "A Schrödinger cat living in two boxes"

(trat, 27.5.2016)

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