HP verdiente trotz PC- und Drucker-Flaute überraschend viel

26. Mai 2016, 13:02
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Umsatz sank im zweiten Quartal um 11 Prozent – Gewinnprognose für 2016 leicht gekappt

Die schwache Nachfrage nach Druckern und klassischen Computern macht dem Hardware-Produzenten HP weiter zu schaffen. Der Konzern musste im zweiten Quartal Umsatzeinbußen von elf Prozent auf 11,6 Mrd. Dollar (10,41 Mrd. Euro) hinnehmen und auch der Gewinn sackte in dieser Größenordnung ab. Mit 660 Mio. Dollar verdiente HP angesichts aggressiver Kostensenkungen gleichwohl mehr als erwartet.

Aktie gestiegen

Die Aktie stieg nachbörslich um zwei Prozent. HP konnte den Angaben von Mittwochabend zufolge Kosten und Ausgaben im Ende April abgelaufenen Quartal um rund 10 Prozent auf 10,75 Mrd. Dollar senken. Konzernchef Dion Weisler sagte, insgesamt werde HP die Kosten im Gesamtjahr um mehr als 1 Mrd. Dollar senken können. Schon im Februar hatte das Unternehmen mitgeteilt, den angekündigten Abbau von 3.000 Stellen nicht erst binnen drei Jahren, sondern bereits im laufenden Geschäftsjahr zu erreichen. Gleichwohl zeigte sich der Konzern am Mittwoch zu den Gewinnaussichten für 2016 zurückhaltender als bisher und kappte das obere Ende seiner Prognose für das Ergebnis pro Aktie um vier Cent auf 1,65 Dollar.

In HP sind seit November das Drucker- und PC-Geschäft gebündelt, während Zukunftssparten wie Server- und Speicherdienste in Hewlett Packard Enterprise (HPE) zusammengefasst wurden. Die alte Firma hatte erst spät darauf reagiert, dass Kunden verstärkt Smartphones und Tablets statt herkömmliche Computer kaufen und immer mehr Geschäfte gleich online erledigen.

Service-Sparte wird abgespalten

HPE hatte seine Zahlen am Dienstag vorgelegt und dabei über einen Umsatzanstieg von rund einem Prozent berichtet. Zudem will HPE seine schwächelnde Dienstleistungsparte abspalten und mit dem Rivalen Computer Sciences fusionieren. (Reuters, APA, 26.5.2016)

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