Computer-Primus Lenovo erstmals seit sechs Jahren mit Verlust

26. Mai 2016, 13:00
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Smartphone-Geschäft bremst – Rückgänge auch in der Computersparte

Das Smartphone-Geschäft entpuppt sich für den weltgrößten Computerhersteller Lenovo als Bremse. Die Chinesen rutschten deswegen das erste Mal seit sechs Jahren in die Verlustzone. Im Geschäftsjahr bis Ende März lag das Minus bei 128 Millionen Dollar (114,84 Millionen Euro) nach einem Gewinn von 829 Millionen Dollar vor Jahresfrist, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte.

Hohe Kosten bei Übernahme der Motorola-Handysparte

Dabei spielten die hohen Kosten für die Milliardenübernahme der Motorola-Handysparte 2014 eine Rolle. Zudem sei mehr Geld für Restrukturierungen ausgegeben worden. Lenovo will sich unabhängiger machen von schwächelndem PC-Geschäft und setzt dazu auf Smartphones und Server.

Doch das Geschäft entwickelt sich nicht so gut wie erhofft. Der Smartphone-Markt wird von Apples iPhone und dem Samsung Galaxy dominiert und ist zuletzt ins Stocken geraten. Lenovo hat bereits den Abbau tausender Stellen angekündigt, um die entsprechende Sparte auf Vordermann zu bringen. Experten bezweifeln jedoch, dass Einsparungen ausreichen, um den unerwartet niedrigen Absatz auszugleichen.

Rückgänge in Computersparte

Rückgänge gab es auch in der weitaus größeren Computersparte. Nach Berechnungen der Marktforscher von Gartner verkaufte Lenovo von Jänner bis März sieben Prozent weniger PCs, in der gesamten Branche lag das Minus jedoch mit 9,6 Prozent noch höher. Auch der US-Rivale HP erwirtschaftete wegen der schwächeren Nachfrage nach Computern weniger Umsatz und Gewinn. (Reuters, APA, 26.5.2016)

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Lenovo

  • Lenovo wird durch das Smartphone-Geschäft und Rückgänge in der Computersparte gebremst.
    foto: reuters/albert gea

    Lenovo wird durch das Smartphone-Geschäft und Rückgänge in der Computersparte gebremst.

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