Paypal-Mitgründer Thiel finanzierte Hulk Hogans Klage wegen Sexvideos

26. Mai 2016, 08:52
16 Postings

Silicon-Valley-Milliardär bestätigte rund neun Millionen Euro für Anwaltskosten

Der Silicon-Valley-Milliardär Peter Thiel (48) hat bestätigt, dass er heimlich die millionenschwere Klage des Ex-Wrestlers Hulk Hogan (62) gegen den Klatsch-Blog "Gawker" finanziell unterstützt hat. Thiel sagte in einem in der Nacht auf Donnerstag veröffentlichten Interview der "New York Times", er habe rund zehn Millionen Dollar (rund neun Millionen Euro) für Anwaltskosten gezahlt.

140 Millionen Dollar

Hogan, dessen echter Name Terry Bollea ist, bekam dank seiner Klage gegen die Veröffentlichung von Fragmenten eines heimlich gedrehten Sexvideos insgesamt 140 Millionen Dollar zugesprochen. Die Website will das Urteil noch kippen, musste aber bereits rund 50 Millionen Dollar hinterlegen. Um das zu finanzieren, war "Gawker" gezwungen, einen Anteil an den Milliardär Viktor Vekselberg zu verkaufen.

Thiel und "Gawker" haben eine Vorgeschichte: Ein Bericht im Jahr 2007 hatte enthüllt, dass er homosexuell ist. Er selbst bestätigte das erst 2009. Thiel sagte der "New York Times", die "Gawker"-Blogs wie "Valleyvag" hätten "Leben von Leuten ohne Grund ruiniert". Er habe ein Team von Anwälten finanziert, um "Opfer" von "Gawkers" Berichterstattung zu finden und bei Klagen zu unterstützen. "Es geht weniger um Rache als um konkrete Abschreckung", sagte Thiel der "New York Times".

Pay Pal-Mitgründer und Facebook-Investor

Thiel machte sein Geld zunächst als ein Mitgründer des Bezahldienstes PayPal und dann als sehr früher Facebook-Investor. Der Milliardär, der in Deutschland geboren wurde und in Kalifornien aufwuchs, sitzt auch im Verwaltungsrat von Facebook. Die erste Enthüllung des Magazins "Forbes", er sei hinter Hogans Klage gestanden, hatte in den USA Debatten über den Einfluss reicher Bürger auf die Pressefreiheit angestoßen. (APA, 26.5.2016)

  • Hulk Hogan
    foto: reuters/dirk shadd/tampa bay times

    Hulk Hogan

  • Peter Thiel
    foto: reuters/jacky naegelen

    Peter Thiel

Share if you care.