Griechenland will Fünf-Prozent-Anteil an Telekomkonzern OTE verkaufen

26. Mai 2016, 08:45
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Derzeit hält der Staat noch zehn Prozent

Das hoch verschuldete Griechenland will sich von einer fünfprozentigen Beteiligung an seinem führenden Telekomkonzern OTE trennen. Aktualisierte Privatisierungspläne sähen diesen Schritt vor, teilte die Regierung des südeuropäischen Landes am Mittwochabend mit.

Deutsche Telekom mit 40 Prozent beteiligt

Der Staat hält zehn Prozent an OTE. Griechenland werde fünf Prozent an die Privatisierungsbehörde HRADF transferieren, die den Verkauf in die Wege leiten soll. Die Deutsche Telekom ist an OTE mit 40 Prozent beteiligt. Dafür hat sie insgesamt 4,2 Milliarden Euro ausgeben. Über OTE wollten die Bonner am damals starken Wachstum der Länder Südosteuropas teilhaben. Aufgegangen sind die Pläne wegen der schweren Wirtschaftskrise in der Region nicht.

Europäische Zentralbank (EZB), EU-Kommission und Internationaler Währungsfonds (IWF) haben Griechenland in insgesamt drei Rettungspaketen im Gesamtvolumen vor mehreren hundert Milliarden Euro an Krediten vor dem Staatsbankrott bewahrt. Dafür musste sich das Land aber unter anderem zu einschneidenden Sozialreformen, Ausgabenkürzungen, Privatisierungen und Steueranhebungen verpflichten, was bei der Bevölkerung zu heftigen Unmut geführt hat. (Reuters, APA, 26.5.2016)

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