Teheran – ein Stadtporträt

Blog30. Mai 2016, 15:02
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Die meisten Teheraner verbinden mit ihrer Stadt Hektik, Luftverschmutzung, Stau, Smog und Lärm. Doch vom Bame Teheran aus gesehen, hat die Stadt etwas Magisches an sich

Beim Hören des Wortes "Teheran" assoziieren die meisten Teheraner die Hektik, die Luftverschmutzung, den Stau, den Smog und die in Teheran herrschende Lärmbelästigung. Es ist, als hätten wir all die Attraktionen und Schönheit unserer Stadt vergessen. Doch sobald wir vom Aussichtspunkt Bame Teheran (Tehran roof) aus auf die Stadt schauen, strahlt und glänzt sie wie Millionen kleine Diamanten, die sich an einem Fleckchen zusammengefunden und die Stadt erbaut haben. Dann wissen wir wieder, dass wir sie lieben, unsere Stadt Teheran. Sie hat etwas Magisches an sich. Sie hat uns verzaubert, denn keiner von uns will aus Teheran weg.

Die prachtvollen Berge, auf denen der Schnee ruht, die Altstadt mit ihren engen Gassen, die an die Geschichten aus "Tausendundeine Nacht" erinnern, das Licht der versinkenden Sonne taucht die Stadt in einen intensiven, warmen Orangeton und lässt ihre Einwohner alles um sich herum vergessen. Das ist Teheran, meine Stadt, deine Stadt, unsere Stadt. (Pouneh Ghaemdoust, 30.5.2016)

Pouneh Ghaemdoust unterrichtet seit 16 Jahren Deutsch als Fremdsprache, seit zehn Jahren am Österreichischen Kulturforum Teheran (ÖKFT). Sie ist in Deutschland aufgewachsen. Ihre Doktorarbeit verfasste sie über deutsche und persische Kinderliteratur. Ghaemdoust arbeitet mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Ihr ist es wichtig, "nicht nur die deutsche Sprache, sondern auch Kultur zu vermitteln". Die Arbeit mit der Zeitung ist ein wichtiger Bestandteil im Unterricht und fördere die Freude am Lernen einer Sprache. Das sei oft eine Herausforderung, aber zugleich auch eine Motivation.

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