Number 26 will mit Gratiskonto hoch hinaus

25. Mai 2016, 16:54
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Das österreichische Banken-Start-up will eine paneuropäische Bank werden und nach Großbritannien und Polen expandieren

Wien – Das österreichische Banken-Start-up Number 26 mit Sitz in Berlin will in den kommenden Jahren zu einer paneuropäischen Bank wachsen. "Eine Expansion nach Polen und Großbritannien kommt möglicherweise noch im Jahr 2016", sagte Gründer Maximilian Tayenthal am Rande des Wiener Start-up-Festivals Pioneers zur APA.

Zu der Mitte März kolportierten Finanzierungsrunde in Höhe von 40 Millionen Euro für Number 26 und zur möglicherweise angestrebten Bankenlizenz wollte sich der gebürtige Wiener Tayenthal nicht äußern. Number 26 hat bisher zwölf Millionen Euro an Investments eingesammelt und arbeitet mit der deutschen Wirecard Bank AG zusammen, die über eine Bankenlizenz verfügt. Die beiden Gründer halten noch rund die Hälfte der Firmenanteile des Banken-Start-ups, der Rest wird von Risikokapitalgebern und Business Angels gehalten.

Tayenthal und Valentin Stalf gründeten Number 26 in Wien, wechselten ihren Firmensitz aber nach einem Monat bereits nach Berlin. Vor allem die Verfügbarkeit von qualifizierten Mitarbeitern sei ein Hauptgrund für den Wechsel nach Berlin gewesen, erklärte Tayenthal.

Flugs Konto eröffnen

Number 26 hat mit seinem kostenlosen Girokonto für Mobile- und Online-Banking seit Jänner 2015 bereits 160.000 Kunden geködert. Das Konto kann online innerhalb von acht Minuten beantragt werden. Derzeit können Kunden mit Wohnadresse in Deutschland, Österreich, Irland, Frankreich, Spanien, Italien, Griechenland und Slowakei ein Number-26-Girokonto eröffnen. Neben Deutschland und Österreich laufe es auch in Irland und Frankreich "sehr gut, weil dort die digitalen Bankprodukte "sehr bescheidenen" seien und hohen Preise verlangt würden.

Bei Number 26 kann jede Person ein Girokonto eröffnen. Gewisse Funktionen, wie etwa ein Disporahmen, gibt es erst nach einer kurzen Bonitätsprüfung. Im Vergleich zu anderen europäischen Großbanken hat Number 26 nur eine IT-Plattform, dies erleichtere die Expansion, heißt es. Ziel sei es, die beste Online-Benutzerfreundlichkeit von allen Banken zu bieten, betonte Tayenthal.

Number 26 verlangt für die Kontoführung sowie die Maestrocard und Mastercard keine Gebühren. Das Banken-Start-up bietet aber keine Zinsen auf Kontoguthaben und verdient bei jeder Kredit-Kartentransaktion einen kleinen Beitrag, der nicht vom Kunden sondern vom Händler übernommen wird. (APA, 25.5.2016)

  • Das Geschäft sieht etwas anders aus, als bei einer Traditionsbank: Zinsen auf Kontoguthaben gibt es zum Beispiel nicht.
    foto: samsung

    Das Geschäft sieht etwas anders aus, als bei einer Traditionsbank: Zinsen auf Kontoguthaben gibt es zum Beispiel nicht.

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