Pioneers: Number26 will paneuropäische Bank werden

25. Mai 2016, 16:12
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"Kein Kommentar" zu Banklizenz und Millionen-Finanzierungsrunde – Expansion nach Großbritannien und Polen noch im Jahr 2016 möglich

Das österreichische Banken-Start-up Number26 mit Sitz in Berlin will in den kommenden Jahren zu einer paneuropäischen Bank wachsen. "Eine Expansion nach Polen und Großbritannien kommt möglicherweise noch im Jahr 2016", sagte Number26-Gründer Maximilian Tayenthal am Rande des Wiener Start-Up-Festivals Pioneers.

Zu der Mitte März kolportierten Finanzierungsrunde in Höhe von 40 Mio. Euro für Number26 und zur möglicherweise angestrebten Bankenlizenz wollte sich der gebürtige Wiener Tayenthal nicht äußern. Number26 hat bisher 12 Mio. Euro an Investments eingesammelt und arbeitet mit der deutschen Wirecard Bank AG zusammen, die über eine Bankenlizenz verfügt. Die beiden Gründer halten noch rund die Hälfte der Firmenanteile des Banken-Start-ups, der Rest wird von Risikokapitalgebern und Business Angels gehalten.

Wechsel nach Berlin

Tayenthal und Valentin Stalf gründeten Number26 in Wien, wechselten ihren Firmensitz aber nach einem Monat bereits nach Berlin. Vor allem die Verfügbarkeit von qualifizierten Mitarbeitern sei ein Hauptgrund für den Wechsel nach Berlin gewesen, erklärte Tayenthal.

Number26 hat mit seinem kostenlosen Girokonto für Mobile- und Online-Banking seit Jänner 2015 bereits 160.000 Kunden geködert. Das Konto kann online innerhalb von acht Minuten beantragt werden. Derzeit können Kunden mit Wohnadresse in Deutschland, Österreich, Irland, Frankreich, Spanien, Italien, Griechenland und Slowakei ein Number26-Girokonto eröffnen. Neben Deutschland und Österreich laufe es auch in Irland und Frankreich "sehr gut, weil dort die digitalen Bankprodukte "sehr bescheidenen" seien und hohen Preise verlangt würden.

Keine Gebühren für Karten und Konto

Bei Number26 kann jede Person ein Girokonto eröffnen. Gewisse Funktionen, wie etwa ein Disporahmen, gibt es erst nach einer kurzen Bonitätsprüfung. Im Vergleich zu anderen europäischen Großbanken hat Number26 nur eine IT-Plattform, dies erleichtere die Expansion, heißt es. Ziel sei es, die beste Online-Benutzerfreundlichkeit von allen Banken zu bieten, betonte Tayenthal.

Number26 verlangt für die Kontoführung sowie die Maestrocard und Mastercard keine Gebühren. Das Banken-Start-up bietet aber keine Zinsen auf Kontoguthaben und verdient bei jeder Kredit-Kartentransaktion einen kleinen Beitrag, der nicht vom Kunden sondern vom Händler übernommen wird. (APA, 25.05.2016)

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