Autos sacken in Florenz in 200 Meter langes Erdloch

Ansichtssache25. Mai 2016, 15:51
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Florenz – Mitten in der Innenstadt von Florenz ist am Mittwoch eine Straße abgesackt und hat die dort parkenden Autos mehrere Meter in die Tiefe gerissen. In das etwa 200 Meter lange und sieben Meter breite Loch direkt vor der weltberühmten Brücke "Ponte Vecchio" seien mindestens 20 Fahrzeuge gerutscht und anschließend in Wasser- und Schlammmassen liegengeblieben.

Die eingebrochene Straße verläuft entlang des Flusses Arno und befindet sich gleich gegenüber den Uffizien, in denen unter anderem "Die Geburt der Venus" von Renaissance-Meister Botticelli zu sehen ist, berichtete die italienische Nachrichtenagentur Ansa. Der Einsturz der Straße ereignete sich bereits am frühen Morgen gegen 6.15 Uhr. "Es gibt keine Verletzten, aber Schäden, große Schäden", sagte Bürgermeister Dario Nardella. "Es handelt sich um ein sehr großes Erdloch."

Autos mit Kran aus dem Schlamm gezogen

Die Museen des Palazzo Pitti blieben aus Sicherheitsgründen den ganzen Mittwoch geschlossen. Viele Schaulustige und Touristen nutzten die Gelegenheit, die im Schlamm feststeckenden Autos und den Asphaltkrater von der anderen Seite des Flusses Arno fotografisch festzuhalten. Einige der Autos mussten mit einem Kran aus dem Schlamm gezogen werden, andere wurden mit Abschleppwagen herausgeholt.

Die Straße sackte vermutlich wegen eines Lecks in einem unterirdischen Wasserrohr ab, in der ganzen Stadt kam es zu Problemen mit der Wasserversorgung. Bereits um kurz nach Mitternacht sollen Hilfskräfte wegen eines Rohrbruchs alarmiert worden sein. Kurz darauf sei das Leck bereits 70 Zentimeter groß gewesen. Bis zum Mittag hat es noch weitere Einbrüche auf der Straße gegeben, dabei sei unter anderem ein weiteres zehn Meter langes Loch entstanden, hieß es. Im Palazzo Vecchio wurde ein Krisenstab eingerichtet, um über das weitere Vorgehen zu beraten.

Linke Straßenseite soll gemieden werden

Die Einwohner von Florenz wurden dazu aufgerufen, vorerst die Straßen auf der linken Seite des Arno zu meiden. Außerdem wurden mehrere Bewohner in der Nähe des Unglücksortes aufgefordert, ihre Häuser aus Sicherheitsgründen zu verlassen. Nardella betonte aber, dass "keine Gefahr" für die Gebäude bestünde. Die Menschen im Zentrum von Florenz seien in "absoluter Sicherheit", versicherte der Bürgermeister. (APA, 25.5.2016)

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foto: apa/afp/claudio giovannini
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foto: apa/afp/claudio giovannini
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foto: apa/afp/claudio giovannini
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