Forscher entwickeln Schutzmaske mit "Visor" für Feuerwehrleute

Video25. Mai 2016, 12:24
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Prototyp einer Datenbrille wird bereits getestet, soll aber noch integriert und etwas handlicher gestaltet werden

Lausanne – Feuerwehrleute tragen bei Einsätzen neben schwerer Schutzkleidung und den diversen Geräten zur Brandbekämpfung oft auch noch eine Infrarotkamera, mit der sie sich auch bei dichtem Rauch und Dunkelheit orientieren und Personen lokalisieren können. Eine solche Kamera ist jedoch unpraktisch, da die Hilfskräfte ihre Arbeit unterbrechen müssen, um damit den Raum zu analysieren.

Daher arbeiten die Ingenieure Adrien Birbaumer und Martijn Bosch von der ETH Lausanne (EPFL) an einer Alternative, die den Feuerwehrleuten die Hände frei lässt: einer Schutzbrille, die den Träger mittels Augmented Reality mit den Umgebungsdaten versorgt. Eine Mini-Infrarotkamera am Helm soll das Wärmebild der Umgebung in Echtzeit auf einen transparenten Bildschirm in der Sauerstoffmaske übertragen. Feuerwehrleute sehen so gleichzeitig das normale Gesichtsfeld und das Wärmebild.

école polytechnique fédérale de lausanne (epfl)

"Wir haben daran gearbeitet, die bestmögliche Repräsentation von heißen und kalten Zonen zu erreichen", so Birbaumer. "Wir haben natürlich rot und blau verwendet, aber wir mussten die richtigen Farbnuancen finden, die auf einer transparenten Oberfläche sichtbar sind." Bisher haben die beiden Ingenieure einen Prototyp in Form einer Augmented-Reality-Brille entwickelt. Die Forscher lassen sie derzeit von Feuerwehrleuten im Kanton Waadt testen, die die Brille während Trainingseinheiten tragen.

Zuerst sei schwierig zu erkennen, was man sieht – das Echtbild oder nicht -, aber man gewöhne sich erstaunlich schnell daran und könne leicht mit den beiden überlappenden Bildern umgehen, sagte Jean-Marc Pittet, der das Training der Feuerwehrleute im Kanton Waadt leitet und an den Tests beteiligt ist. Als nächstes wollen die Ingenieure den transparenten Bildschirm in die Sauerstoffmaske integrieren und das System handlicher machen, indem sie die Anzahl der Kabel reduzieren. (APA, red, 25. 5. 2016)

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    foto: epfl alain herzog
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