Mateschitz-Geld für Leipzig: "100 Millionen Euro totaler Blödsinn"

25. Mai 2016, 12:08
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Red-Bull-Boss will gewachsenes Gehaltsgefüge nicht sprengen und peilt einen Platz zwischen zehn und zwölf an

Leipzig – Red-Bull-Gründer Dietrich Mateschitz unterstützt die Philosophie von Sportdirektor Ralf Rangnick beim deutschen Bundesliga-Aufsteiger RB Leipzig. "Das heißt, wir arbeiten weiterhin mit Talenten, die wir einfach immer besser machen wollen. Das ist unsere Philosophie in der Formel 1, das ist unsere Philosophie im Fußball. Ich halte nichts davon, zig Millionen für sogenannte fertige Spieler auszugeben, wenn es auch anders geht", sagte Mateschitz der deutschen Zeitschrift "Sport Bild" vom Mittwoch.

Daher wäre der Mateschitz in der ersten Bundesliga-Saison auch mit einem Platz zwischen zehn und zwölf zufrieden. "Wir wollen uns kontinuierlich Jahr für Jahr verbessern. Es wäre illusorisch, uns andere Ziele zu setzen. Jetzt schon von der Europa League und Champions League zu träumen wäre illusorisch und auch fatal."

Rangnick plant mit dem neuen Trainer Ralph Hasenhüttl eine ältere U23-Mannschaft. Hohe Gehaltsforderungen lehnt er ab. Daher platzte wohl auch die Verpflichtung des Hoffenheimers Kevin Volland. "Ablösesummen im zweistelligen Millionenbereich will ich nicht ausschließen. Aber was wir keinesfalls machen werden, ist, unser gewachsenes Gehaltsgefüge zu sprengen", sagte Rangnick der "Bild"-Zeitung. Mateschitz sagte dazu: "Ich fasse mir an den Kopf, wenn ich höre, dass wir 100 Millionen Euro investieren würden. Das ist totaler Blödsinn." (APA, red, 25.5.2016)

  • Was für Dietrich Mateschitz kleinere Brötchen sind, die er zunächst backen will, wird man erst in Zukunft sehen.
    foto: apa/michael

    Was für Dietrich Mateschitz kleinere Brötchen sind, die er zunächst backen will, wird man erst in Zukunft sehen.

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