Voest legt Schienen für längsten Eisenbahntunnel

25. Mai 2016, 11:36
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In wenigen Tagen wird die Schweiz den längsten Eisenbahntunnel der Welt eröffnen, die Voestalpine lieferte 18.000 Tonnen Schienen

Linz – Anfang Juni wird das Megaprojekt eröffnet: Der zirka 60 Kilometer lange St. Gotthard Basistunnel ist der längste Eisenbahntunnel der Welt. Am 1. Juni wird es einen Staatsakt geben, an den Tagen danach sind Volksfeste geplant. Bis zur Aufnahme des regulären Bahnbetriebs wird noch einige Zeit vergehen. Erst nach 3000 weiteren Testfahrten soll die Strecke kurz vor Weihnachten endgültig freigegeben werden.

Die Kosten liegen bei 12,2 Milliarden Schweizer Franken. Der Tunnel soll täglich von 50 bis 80 Personenzügen und 260 Güterzügen genutzt werden. Ausgestattet mit Schienen aus der Voestalpine, die in 2.500 Meter Tiefe im Gebirge das Alpenmassiv durchziehen. Genau genommen lieferte die Voestalpine VAE GmbH mit Sitz in Zeltweg, für die zwei neuen Tunnelröhren alle 43 Hochleistungsweichen samt Antriebs-, Stell-, Verschluss- und Überwachungssystem. Insgesamt rund 18.000 Tonnen speziell wärmebehandelter Schienen mit jeweils einer Länge von 120 Metern wurden von der Schwestergesellschaft Voestalpine Schienen GmbH in Leoben/Donawitz, Österreich geliefert.

Zusätzlich zur Fertigung und Lieferung der Weichen und Schienen führte die Voestalpine auch umfangreiche Konstruktionsarbeiten, Qualifizierungsprüfungen und Dokumentationen im Rahmen des Projektes durch. Denn die Gleisanlagen werden in den nächsten Monaten weiter auf Herz und Nieren getestet.

25 Jahre Planungs- und Bauzeit sind abgeschlossen, wenn die Hochgeschwindigkeitsstrecke in Betrieb geht, zwei Baulose lagen in Händen des Baukonzerns Strabag. (red, 25.5.2016)

  • Blick in die Röhre.
    foto: reuters/wiegmann

    Blick in die Röhre.

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