Netzneutralität: "3" bringt Zero-Rating-Tarif für Zeitschriften

25. Mai 2016, 11:17
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Diskussion über Netzneutralität könnte nun neu aufflammen

Netzneutralität und Mobilfunker, diese Diskussion hat einen Hauch Kapfenberg gegen Simmering. Viele Netzbetreiber wollen partout eine Überholspur in ihren Netzen einführen, für deren Benutzung Unternehmen, wie etwa Netflix, zahlen sollen. Da deren Angebote schließlich gut ausgebaute Netze benötigen, lautet die Argumentation. Zusätzlich pushen Anbieter bestimmte Dienste mit Zero-Rating-Tarifen, deren Nutzung das Datenvolumen des Tarifs nicht belasten. Ein Vorteil gegenüber der Konkurrenz. Gegner sehen in den Aktivitäten das Ende des freien Internets.

Zeitschriften

In Österreich hat der Mobilfunker "3" bereits Zero-Rating-Tarife an den Start gebracht. Neben seinem Spotify-Angebot, können Kunden auch bestimmte Zeitschriften downloaden, ohne dafür das Datenvolumen zu verbrauchen. Dieses Angebot wurde nun ausgebaut. Der österreichische Telekom-Regulator hat in den letzten Monaten öffentlich bedauert, dass derartige Tarife in der EU nicht verboten sind. Mit dem neuen Tarif von "3" könnte nun die Diskussion über Netzneutralität neu aufflammen.

Autonome Autos oder Whatsapp

Schon am Montag forderte T-Mobile Österreich Chef Andreas Bierwirth, dass es keine scharfen Regeln geben sollte. Die Regierung soll sich überlegen, ob sie Staumeldungen für Autonome Autos oder Whatsapp-Nachrichten schneller zugestellt werden sollen, argumentierte er bei einer Pressekonferenz. (sum, 25.5. 2016)

  • Mobilfunker wollen eine kostenpflichtige Überholspur im Netz.

    Mobilfunker wollen eine kostenpflichtige Überholspur im Netz.

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