Wo Wohnungssuchende nach Schatzkisten graben

26. Mai 2016, 11:10
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An der Erdberger Lände dürfen am 4. und 5. Juni Schatzsucher nach Kisten buddeln

Der "Laendyard Rush", der am 4. und 5. Juni über die Bühne geht, dürfte auch für unbeteiligte Zuseher amüsant werden. In der Baugrube des Projekts "Laendyard" an der Erdberger Lände wird an diesen beiden Tagen nämlich von insgesamt 400 Teilnehmern mehr oder weniger routiniert nach Schatzkisten gebuddelt. Der Hauptpreis ist eine auf zwei Jahre mietfreie und möblierte Zwei-Zimmer-Wohnung, die dort, wo heute noch ein Erdloch ist, in den nächsten zwei Jahren entstehen wird.

Auf dem ehemaligen Siemens-Areal werden von der CA Immo in den nächsten Jahren, wie berichtet, insgesamt 490 Wohnungen sowie Büro- und Gewerbeflächen gebaut. Das erste Wohnprojekt mit 220 Mietwohnungen wurde im Rahmen eines Forward Deals bereits an die Estrella Immobilieninvest AG, eine Objektgesellschaft der Karl-Wlaschek-Privatstiftung verkauft. Das zweite Wohnprojekt wird als Joint Venture von CA Immo und JP Immobilien entwickelt.

Breites Publikum

JP Immobilien lädt nun zur ungewöhnlichen Grabung. "Das ist kein 08/15-Projekt, daher machen wir keine 08/15-Vermarktung", erklärt Geschäftsführer Martin Müller seine Idee zum Event. Inspiriert wurde er dafür von ähnlichen Veranstaltungen in den USA. Damit will er die Erdberger Lände – bisher nicht gerade als Wohngegend bekannt – einem möglichst breiten Publikum schmackhaft machen. So sei man auf die Idee für das rund um die Schatzsuche stattfindende Festival gekommen, bei dem es laut Facebook-Ankündigung auch Food Trucks, Pop-up-Stores und Graffiti-Workshops geben wird.

Damit will man das künftige Klientel der Wohnungen ansprechen, bei denen es laut Müller "ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis geben wird". Die Gegend sei bisher unterschätzt worden – zu Unrecht, glaubt man bei JP Immobilien: Denn über die Fußgängerbrücke ist man rasch im Prater, und Wohnen am Wasser liegt weltweit im Trend.

Werkzeug mitbringen

Wer mitgraben will, muss beim Facebook-Event zusagen und am 4. bzw. 5. Juni zwischen 12 und 13 Uhr vor Ort sein. Dann werden die jeweils 200 Teilnehmer der Schatzsuche ausgelost. Bisher, Stand Mittwoch, haben zwar erst etwas mehr als 300 Menschen auf Facebook ihr Kommen angekündigt, das Feedback sei aber "wahnsinnig gut gewesen", so Müller, der mit 2000 bis 4000 Besuchern rechnet.

Die Besucher werden übrigens aufgefordert, ihr eigenes Werkzeug zum Graben mitzubringen. Wer das gerade nicht bei der Hand hat, kann sich gegen eine Kaution aber den Spaten auch bei den Veranstaltern ausborgen. Die Regeln sind streng: Metalldetektoren sind verboten. Und wer die Abgrenzung zwischen den einzelnen Parzellen mit seinem Werkzeug verletzt, wird laut Veranstaltungsinformationen disqualifiziert.

Tief vergraben

Einer der Teilnehmer wird dann eine Schatzkiste mit einem Wohnungs-Gewinn ausgraben. In anderen Kisten werden Silbermünzen und Gutscheine zu finden sein. Umsonst gibt es im Leben aber bekanntlich nichts: "Die Schatzkisten werden tief vergraben sein. Die Leute müssen sich also ordentlich anstrengen", kündigt Müller an. (zof, 25.5.2016)

  • Auf 200 Parzellen wird gegraben.
    bild: jp immobilien

    Auf 200 Parzellen wird gegraben.

  • Fünf Baukörper werden in den nächsten Jahren dort entstehen, wo jetzt noch gebuddelt wird.
    visualisierung: ca immo

    Fünf Baukörper werden in den nächsten Jahren dort entstehen, wo jetzt noch gebuddelt wird.

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