Dominic Thiem zieht in die zweite Runde ein

24. Mai 2016, 15:22
263 Postings

Österreichs Nummer eins besiegt nach holprigem Start den Spanier Cervantes in vier Sätzen. Gerald Melzer scheidet bei Premiere aus

Paris – 3:5 im dritten Satz ist Dominic Thiem am Dienstag gegen den Spanier Inigo Cervantes schon zurückgelegen, doch der als Nummer 13 gesetzte Österreicher hat dann doch den erwarteten Sieg eingefahren. Thiem setzte sich in der ersten French-Open-Runde nach 2:37 Stunden mit 3:6, 6:2, 7:5, 6:1 durch und trifft nun auf Guillermo Garcia-Lopez (ATP-Nr. 51), der Thiemo de Bakker (NED) 6:4, 6:4, 5:7, 7:6 (3) bezwang.

Nach dem Aus von Major-Debütant Gerald Melzer hatte sich der wenig bekannte Cervantes aber wie von Thiem-Betreuer Günter Bresnik angekündigt drei Sätze lang als harter Brocken erwiesen. "Für mich war das ja nicht unerwartet. Mir glaubt ja das keiner, dass die auch Tennis spielen können", sagte Bresnik. "Er ist als Spieler für Dominic unangenehm, weil er viel Rhythmus wechselt, von der Rückhandseite sehr gut returniert und sehr viele Stoppbälle spielt", analysierte der 55-jährige Coach des Weltranglisten-15.

Dementsprechend geriet Thiem im ersten Durchgang auch rasch mit 0:3 in Rückstand. Ein Break, das er nicht mehr aufholen konnte. Dazwischen musste sich Thiem wegen eines Problems am linken Daumen behandeln lassen. Mit einem Break zum 4:2 stellte er dann die Weichen zum Satzausgleich und ging auch im dritten Durchgang mit 1:0 in Führung. "Dominic hat sich am Anfang des dritten Satzes komplett aus der Fassung gebracht wegen ein paar schlechten Bällen. Aber das ist ja kein Grund, dass ich dann von 1:0 auf 3:5 spiele", konstatierte Bresnik im Rückblick.

Da wurde es dann tatsächlich eng, denn ein 1:2-Satzrückstand wäre freilich mehr als unangenehm gewesen. "Die Art und Weise, wie er sich dann da durchquält, wenn er 3:5 hinten ist, ist für mich allererste Sahne", war Bresnik aber doch erfreut. "Von den Schlägen her hat es mir sehr gut gefallen, er hat nur manchmal die Situationen falsch beurteilt."

Thiem drehte den dritten Satz in der Folge, schaffte das Rebreak zum 5:5 und dann ein weiteres Break zum 7:5. Danach war bei dem 26-jährigen Weltranglisten-69. aber die Luft draußen. Cervantes ließ sich danach auch behandeln und verhinderte nur mit Mühe ein 0:6.

Nichts ist unterdessen aus dem erhofften Debütsieg für Gerald Melzer geworden. Der 25-jährige Niederösterreicher, der sich im neunten Versuch erstmals für ein Major-Turnier qualifiziert hatte, unterlag in der ersten Runde dem Briten Aljaz Bedene nach 2:16 Stunden mit 6:4, 3:6, 4:6, 4:6.

Vor den Augen von Jürgen Melzer, der extra für den ersten Auftritt Geralds nach Paris gereist war, verpasste der Weltranglisten-129. den ersten Sieg im Hauptbewerb eines Grand-Slam-Turniers. (APA, red, 24.5.2016)

  • Fertig.
    foto: apa/afp/eric feferberg

    Fertig.

Share if you care.