"Tagespresse"-Gründer Fritz Jergitsch über seinen Job

24. Mai 2016, 15:09
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Die Plattform "Wiener Portraits" startet mit dem Gründer der österreichischen Satireseite in die zweite Staffel

"Entweder man ist so talentiert, dass man irgendwo einen 700 Euro-Job findet, oder man verkauft seine Seele", sagt Fritz Jergitsch über die Arbeit in der Medienbranche. Der 25-Jährige hat nach einem VWL-Studium in Utrecht kurzerhand selbst die Initiative ergriffen und 2013 die Tagespresse ins Leben gerufen. Zwei Jahre später verdiente er mit den Satiremeldungen – aktuell zum Beispiel "FPÖ deckt auf: Innenministerium zählte nur die Stimmen von Wählern, die GIS zahlen" – auch Geld. Mehrere Millionen besuchen monatliche die Seite – der meiste Traffic kommt dabei via Facebook.

wiener portraits
Fritz Jergitsch in den "Wiener Portraits" über seine Arbeit und seinen Arbeitsalltag – ganz im Ernst natürlich.

Auch im Portrait witzelt Jergitsch: "Ich bin aufgewachsen in einem Kriegsgebiet. Mitten in der Hölle. Es war eine harte Kindheit. Ich hatte nur eine Nintendo-64. Auf mich wurde geschossen, mehrmals. Meistens mit einem Fußball."

Manchmal würde er den Vorwurf hören, dass nicht genug recherchiert werde – Jergitsch ist sich allerdings sicher, genau so viel Zeit dafür aufzuwenden, wie reguläre Medien. Auch bei einem Satireportal sei Glaubwürdigkeit ein hohes Gut. Während er von seinen Erfahrungen erzählt, sieht man Jergitsch mit einem Mitarbeiter im bunten Büro der Tagespresse. Seit einiger Zeit arbeiten drei weitere Autoren mit Jergitsch an der Tagespresse. (red, 24.5.2016)

  • Konnte das Hobby zum Beruf machen: Fritz Jergitsch, Gründer der Tagespresse.
    foto: corn

    Konnte das Hobby zum Beruf machen: Fritz Jergitsch, Gründer der Tagespresse.

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