Schieder und Lopatka in Israel: "Verantwortung gegen das Vergessen"

24. Mai 2016, 12:20
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Besuch der Klubobmänner von SPÖ und ÖVP anlässlich 60 Jahre diplomatischer Beziehungen

Jerusalem/Wien – Die Klubobmänner von SPÖ und ÖVP, Andreas Schieder und Reinhold Lopatka, sind am Dienstag auf Einladung der israelischen Regierung in Israel. Anlass ist das 60-jährige Jubiläum der diplomatischen Beziehungen mit Österreich. Dabei betonten sie die "besondere Verantwortung Österreichs gegen das Vergessen", wie sie in einer gemeinsamen Aussendung betonten.

Auf dem Programm stehen Treffen mit dem Parlamentspräsidenten Yuli-Yoel Edelstein, mit dem Vorsitzenden der Israelisch-Österreichischen parlamentarischen Freundschaftsgruppe und Ex-Verteidigungsminister Amir Peretz (Zionistische Union) sowie dem früheren Justizminister und Friedensunterhändler Yossi Beilin von der linken Oppositionspartei Meretz.

Besuch in Yad Vashem

Erster Programmpunkt war der Besuch der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem, wo die beiden Klubchefs einen Kranz niederlegen. Schieder betonte zu diesem Anlass die besondere Verantwortung Österreichs, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen: "Erinnern heißt keinen Schlussstrich zu setzen, sondern sich der eigenen Geschichte bewusst zu sein und daraus für die Gegenwart und Zukunft zu lernen."

Auch Lopatka mahnte den "entschlossenen Kampf gegen das Vergessen" ein. Dieser müsse "auch 71 Jahre nach dem Ende des NS-Terrors entschlossen weitergeführt werden, damit Verfolgung, Terror und die Gräuel des NS-Regimes nie wieder passieren", mahnte Lopatka. (APA, 24.5.2016)

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