Hammerschmid will "Chancenindex" für Schulfinanzierung

24. Mai 2016, 10:26
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Soll für gleiche Bildungschancen an Problemschulen sorgen – Mehr Lehrer und Sozialarbeiter

Wien – Bildungsministerin Sonja Hammerschmid (SPÖ) wünscht sich eine Verteilung der Mittel für zusätzliche Fördermaßnahmen an Schulen nach einem Sozialindex. Ein solcher "Chancenindex" setze punktgenau an den Standorten und somit in den Klassen an. "Das bedeutet Chancengerechtigkeit für alle", erklärte Hammerschmid am Dienstag in einer Aussendung.

Der Begriff "Chancenindex" wird von den meisten Befürwortern mittlerweile statt "Sozialindex" verwendet. Auch Hammerschmids Vorgängerin Gabriele Heinisch-Hosek hatte sich für einen Sozialindex in der Schulfinanzierung eingesetzt.

Einfluss auf Lehrerzahl

Das bedeutet, dass die Finanzierung von Schulen beziehungsweise bestimmter Aufgaben an Schulen anhand von Faktoren wie Bildungsstand, Beruf und Einkommen der Eltern beziehungsweise Migrationshintergrund und andere Erst- oder Umgangssprache als Deutsch erfolgt. Je nach Modell hat das einen bestimmten Einfluss auf die Zahl der Lehrer an den Standorten und die Ausstattung mit Unterstützungspersonal wie Sozialarbeiter und Psychologen.

Derzeit werden die Schulen im Wesentlichen anhand der Zahl der Schüler am jeweiligen Standort finanziert. Zuschläge gibt es für Aufgaben wie Sprachförderung bei einer hohen Anzahl an Schülern mit Sprachproblemen. Die soziale Zusammensetzung spielen dagegen keine Rolle. (APA, 24.5.2016)

  • Wie ihre Vorgängerin Gabriele Heinisch-Hosek (li.) setzt sich die neue Bildungsministerin Sonja Hammerschmid für einen Sozialindex ein – sie spricht einem von "Chancenindex" für die Schulfinanzierung. Das Bild entstand bei der Amtsübergabe am 18. Mai im Bildungsministerium.
    foto: apa/bka / regina aigner

    Wie ihre Vorgängerin Gabriele Heinisch-Hosek (li.) setzt sich die neue Bildungsministerin Sonja Hammerschmid für einen Sozialindex ein – sie spricht einem von "Chancenindex" für die Schulfinanzierung. Das Bild entstand bei der Amtsübergabe am 18. Mai im Bildungsministerium.

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