Pentagon: Von Taliban-Chef Mansour ging Bedrohung aus

23. Mai 2016, 23:04
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Begründung für tödlichen Angriff auf Taliban-Chef

Washington – Die USA haben den tödlichen Drohnenangriff auf den Taliban-Chef Mullah Akhtar Mansour geführt, weil dieser nach Angaben des Pentagon eine kurz bevorstehende Gewaltaktion plante. Von Mansour sei eine "spezifische, unmittelbare Bedrohung" ausgegangen, teilte das US-Verteidigungsministerium am Montag mit.

Es habe konkrete Hinweise auf Aktivitäten des Taliban-Chefs gegeben, welche die Truppen der USA und ihrer Partner "direkt bedroht" hätten, sagte Pentagon-Sprecher Jeff Davis. Nähere Angaben machte er nicht.

Tötung "Meilenstein" auf dem Weg zu Frieden

US-Präsident Barack Obama hatte zuvor den Tod Mansours durch den Drohnenangriff in Pakistan bestätigt. Mansours Tod sei ein "Meilenstein" auf dem Weg zum Frieden in Afghanistan, erklärte Obama während eines Besuchs in Vietnam. Der US-Präsident rief den Rest der Taliban-Führung zur Beteiligung an Friedensgesprächen auf. Dies sei der "einzig wirkliche Weg" zur Überwindung des Konflikts.

Mansours Tod war schon am Sonntag sowohl aus Taliban-Kreisen als auch vom afghanischen Geheimdienst gemeldet worden. Mansour hatte die Führung der Taliban offiziell erst im Juli übernommen, nachdem der Tod des Taliban-Gründers Mullah Omar bestätigt worden war. (APA, 23.5.2016)

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