Superwahljahr 2018

23. Mai 2016, 20:21
posten

Bund und vier Bundesländer wählen regulär

Die neu zusammengesetzte Bundesregierung hätte bis 2018 Zeit, sich zu stabilisieren – falls es keine vorgezogenen Neuwahlen gibt. Der reguläre Termin für die Nationalratswahl ist jedenfalls für 2018 angesetzt. Im kommenden Jahr gibt es keine Wahlen von übergeordnetem Belang. Die Koalitionsregierung aus SPÖ und ÖVP hätte also Zeit, sich auf ihre Arbeit zu konzentrieren. 2017 gibt es außer den ÖH-Wahlen nur Gemeinderatswahlen im Burgenland, in Graz, in Krems und in Waidhofen an der Ybbs.

2018 hat es dann aber in sich: Neben den Nationalratswahlen finden auch Landtagswahlen in Kärnten, in Niederösterreich, in Tirol und in Vorarlberg statt. In Kärnten muss sich der rote Landeshauptmann Peter Kaiser der Wiederwahl stellen, er hat vor allem mit den wiedererstarkten Freiheitlichen zu kämpfen. Deren Kandidat Norbert Hofer kam am Sonntag in Kärnten auf 60 Prozent der Stimmen. Bei der Wahl 2013 konnte Kaiser mit der SPÖ als einzige Landesorganisation zulegen, er kam mit einem Plus von 8,4 Prozentpunkten auf 37,1 Prozent. Die Freiheitlichen stürzten in der Post-Haider-Ära mit einem Minus von 28 Prozentpunkten auf 16,8 Prozent ab, das BZÖ kam damals auf 6,4 Prozent.

In Niederösterreich hat Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP) eine satte Mehrheit von 50,8 Prozent zu verteidigen. In Tirol steht die schwarz-grüne Koalition von Landeshauptmann Günther Platter und seiner grünen Stellvertreterin Ingrid Felipe auf dem Prüfstand. In Salzburg tritt Wilfried Hauslauer zur Wahl an, er konnte 2013 das Bundesland von Rot zu Schwarz drehen und ist mit einem Ergebnis von 29 Prozent Landeshauptmann in einer Koalition mit den Grünen und dem, was vom Team Stronach übrig blieb.

Der neue Kanzler und SPÖ-Chef Christian Kern stellt sich jedenfalls das erste Mal der Wahl, für ihn ist 2018 jedenfalls das Jahr der Bewährung – sofern nicht schon früher gewählt wird.

(24.5.2016)

Share if you care.