FPÖ-Führung: Fallstudie Destruktion

Einserkastl23. Mai 2016, 17:36
557 Postings

Verwirren, Verunsichern, Verschwörungstheorien

Das Verhalten der FPÖ-Führung rund um den unsicheren Wahlausgang: eine Fallstudie in politischer Destruktionstaktik. Die FPÖ-Spitze setzte alles ein, um einen möglichen Sieg Van der Bellens zu delegitimieren. Sozusagen vorbeugend.

Die Methode: umdeuten, Zweifel säen, mit Unterstellungen arbeiten. Das ganze "System" infrage stellen. In die Opferrolle schlüpfen.

Schon am Samstag vor der Wahl deutete FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl öffentlich an, dass er Manipulationen bei den Wahlkarten für möglich halte. Am Wahlabend beschuldigte H.-C. Strache den ORF der Manipulation. "Ich kenne die offiziellen Zahlen des Innenministeriums, und die sehen völlig anders aus." Ja, weil dort die Wahlkarten nicht berücksichtigt sein konnten. Der Kandidat Hofer selbst raunte dann: "Die Wahlkarten werden schon ein bissl eigenartig ausgezählt." Etwa so eigenartig, wie die parlamentarische Anfrage nach Chemtrails durch den Abgeordneten Norbert Hofer. Oder so wie der "Wahlbeobachter" Johann Gudenus (FPÖ-Vize) bei der Abstimmungsfarce auf der Krim.

Verwirren, Verunsichern, Verschwörungstheorien. Stur draufbleiben, auch wenn alles widerlegt wird (wie vom Leiter der Wahlbehörde in der "ZiB 2").

Und funktioniert auch schon: Die Aluhut-/Chemtrails-Fraktion schäumt bereits auf Straches Facebook-Seite von "Bilderbergern, die das Ergebnis vor Monaten festlegten", und so weiter. (Hans Rauscher, 23.5.2016)

Share if you care.