Mindestens 40 Tote bei Anschlag auf Armee-Rekruten im Jemen

23. Mai 2016, 10:50
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Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand

Bei einem Bombenanschlag der Extremisten-Miliz Islamischer Staat (IS) im Jemen sind am Montag mindestens 40 Menschen ums Leben gekommen. Die Behörden sprachen zudem von mehr als 60 Verletzten bei dem Selbstmordanschlag auf Armee-Rekruten in Aden. Der IS bekannte sich über Soziale Medien zu dem Angriff und erklärte, Ziel sei "die abtrünnige jemenitische Armee" gewesen. Im Jemen hat die radikal-islamische Al-Kaida – Rivalen des IS – das Chaos der Bürgerkriegs genutzt, um Fuß zu fassen. Der IS verübt seinerseits Anschläge auf alle Kriegsparteien.

Aden ist derzeit Sitz der jemenitischen Regierung. Die Hauptstadt Sanaa ist von Huthi-Rebellen besetzt. Die mit dem Iran verbündete Miliz kämpft gegen den von Saudi-Arabien unterstützten Präsidenten Abd-Rabbu Mansur Hadi. Zwar laufen Friedensverhandlungen, sie stocken jedoch. Zuletzt haben die Regierungstruppen mit Unterstützung der Vereinigten Arabischen Emirate die Al-Kaida im Süden des Landes zurückgedrängt. Die Zahl der Toten bei den Konflikten in dem verarmten Land wird auf 6.000 geschätzt. (Reuters, 23.5.2106)

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    foto: ap
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