Kruijswijk überrascht im Bergzeitfahren

22. Mai 2016, 18:26
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Niederländer als Etappenzweiter nun 2:12 Minuten vor Chaves – Preidler Gesamt-23.

Seiseralm – Der Niederländer Steven Kruijswijk hat am Sonntag seine Gesamtführung im Giro d'Italia mit überraschender Souveränität verteidigt und sogar kräftig ausgebaut. Der LottoNL-Profi musste sich im Bergzeitfahren von Kastelruth auf die Seiseralm dem Russen Alexander Foliforow aus dem Rennstall Gazprom nur um 0,3 Sekunden geschlagen geben, beide wurden auf der 10,8-km-Strecke in 28:39 Minuten gestoppt.

"Ich habe zwar am Wochenende keine Etappe gewonnen, aber ich bin sehr zufrieden. Ich habe gezeigt, dass ich zu den besseren Fahrern beim Giro gehöre, aber es kommt noch eine lange Woche", sagte Kruijswijk vor der letzten Giro-Woche. Am Samstag hatte er mit einem zweiten Platz auf der Königsetappe hinter Chaves das Rosa Trikot übernommen hatte. Schon beim Giro 2015 hatte Kruijswijk als Gesamtsiebenter aufgezeigt gehabt.

Kruijswijk distanzierte seine Verfolger in der Gesamtwertung deutlich. Den italienischen Ex-Giro-Sieger Vincenzo Nibali ließ er gleich um 2:10 Minuten hinter sich, Esteban Chaves aus dem Rennstall Orica um 40 Sekunden. Der Kolumbianer schob sich damit vor dem Ruhetag in der Gesamtwertung mit 2:12 Minuten Rückstand auf Kruijswijk auf Rang zwei. Nibali liegt mit einem Rückstand von 2:51 Minuten auf Gesamtplatz drei.

Valverde zurück

Dritter in der durchschnittlich acht Prozent steilen Kletterpartie gegen die Uhr wurde der Spanier Alejandro Valverde mit 23 Sekunden Rückstand. Der Movistar-Profi liegt gesamt 3:29 Minuten zurück auf Rang vier. Am Samstag hatte der als Mitfavorit ins Rennen gegangene Valverde fast drei Minuten auf Kruijswijk verloren. Am Dienstag wird die Tour mit dem 132-km-Teilstück von Brixen nach Andolo fortgesetzt.

Die Österreicher setzten sich am Tag nach dem Tour-Ausstieg von Matthias Brändle nicht sonderlich in Szene. Der am Vortag drittplatzierte Georg Preidler (Giant) kam mit 3:24 Minuten Rückstand auf Rang 55, der in der Bergwertung auf Position zwei liegende Stefan Denifl (IAM) 4:41 Minuten zurück lediglich auf Position 99. Bester des ÖRV-Trios war Riccardo Zoidl (Trek) mit 2:47 Minuten Rückstand als 37. Gesamt ist Preidler als bester Österreicher 23. (+31:31). (APA, dpa, 22.5.2016)

Giro d'Italia, 15. Etappe, Sonntag
Kastelruth – Seiseralm (Bergzeitfahren/10,8 km):

1. Alexander Foliforow (RUS) Gazprom 28:39 Minuten
2. Steven Kruijswijk (NED) LottoNL gleiche Zeit
3. Alejandro Valverde (ESP) Movistar 0:23 Minuten zurück
4. Sergej Frisanow (RUS) Gasprom +0:30
5. Michele Sarponi (ITA) Astana 0:36
6. Esteban Chaves (COL) Orica 0:40
7. Ilnur Sakarin (RUS) Katjuscha 0:47
8. Joe Dombroswki (USA) Cannondale 0:52
9. Bob Jungels (LUX) Etixx-Quick-Step 1:04
10. Rafal Majka (POL) Tinkoff 1:09

Weiters:
37. Riccardo Zoidl (AUT) Trek 2:47
55. Georg Preidler (AUT) Giant 3:24
99. Stefan Denifl (AUT) IAM 4:41

Gesamtwertung:
1. Kruijswijk 60:41:22 Stunden
2. Chaves +2:12
3. Vincenzo Nibali ((ITA) Astana 2:51
4. Valverde 3:29
5. Majka 4:38
6. Sakarin 4:40
7. Andrey Amador (CRC) Movistar 5:27
8. Jungels 7:14
9. Kanstantsin Siutsou (BLR) Dimension Data 7:37
10. Jakob Fuglsang (DEN) Astana 7:55

Weiters:
23. Preidler 31:31
48. Zoidl 1:17:34 Stunden
59. Denifl 1:39:13

Bergwertung:
1. Damiano Cunego (ITA) Nippo 134 Punkte
2. Denifl 72
3. Atapuma 69

  • So ist das, wenn man gewinnt.
    foto: apa/afp/luk benies

    So ist das, wenn man gewinnt.

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