EU-Türkei-Deal: Berlin nahm bisher 157 Personen auf

21. Mai 2016, 17:34
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Deutsches Innenministerium zu Berichten, wonach die Türkei Hochqualifizierte nicht ausreisen lässt: "Anlaufschwierigkeiten"

Berlin – Deutschland hat auf Grundlage des EU-Flüchtlingspaktes mit der Türkei bisher 157 Bürgerkriegsflüchtlinge aufgenommen. Wie das deutsche Innenministerium am Samstag auf Anfrage mitteilte, traf am Donnerstag eine weitere Chartermaschine mit 103 Schutzsuchenden ein, die auf Basis des Abkommens direkt und legal aus der Türkei einreisen durften.

Andere EU-Staaten (Litauen, die Niederlande, Finnland und Schweden) nahmen demnach bisher 123 Flüchtlinge auf (Stand 13. Mai).

Zu Berichten, wonach die Türkei keine gut ausgebildeten Syrer in die Europäische Union ausreisen lasse, hieß es in den deutschen Ministeriumskreisen, es handle sich um einen komplexen Prozess mit vielen Beteiligten. "Da sind Anlaufschwierigkeiten normal und werden mit den Beteiligten besprochen."

Der Flüchtlingspakt zwischen der EU und der Türkei sieht vor, dass alle Flüchtlinge, die seit dem 20. März illegal nach Griechenland übergesetzt sind, zwangsweise in die Türkei zurückgebracht werden können. Für jeden Syrer, den die EU abschiebt, soll ein Syrer legal und auf direktem Wege in die EU umgesiedelt werden – insgesamt bis zu 72.000 Menschen. (APA, 21.5.2016)

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