Spielberg: Schwerer Unfall bei Formel-3

21. Mai 2016, 17:24
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Der Volkswagen-Pilot Zhi Chong Li wurde nach einer Kollision ins Krankenhaus gebracht

Spielberg – Beim Formel-3-Rennen am Samstag in Spielberg hat es einen schweren Unfall gegeben. Der chinesische Rennfahrer Zhi Chong Li wurde mit dem Verdacht auf Kopf- und Rückenverletzungen mit dem Helikopter ins Krankenhaus geflogen, wie der Motorsportweltverband FIA am Samstag mitteilte. Li startet für das von Volkswagen unterstützte Team Carlin.

Er war zuvor mit seinem Auto ins Heck von US-Pilot Ryan Tveter gekracht, meterweit in die Luft gestiegen und dann nach einem Überschlag auf der falschen Seite gelandet. Tveter hatte sich zuvor im Kiesbett gedreht, war wieder auf die Strecke gerutscht und dort zum Stehen gekommen. Auch er kam zu Untersuchungen ins Spital. Das Rennen wurde nach dem Unfall knapp sechs Minuten vor dem regulären Ende abgebrochen, aber gewertet.

Auswirkungen

Der Unfall passierte auf der frisch asphaltierten österreichischen Rennstrecke. Der Chinese war im ersten von drei Formel-3-Rahmenrennen im Staub mit vollem Tempo auf den von einem Dreher zurück kommenden Boliden von Tveter aufgefahren und fünf Meter hoch durch die Luft gewirbelt worden. Li erlitt Wirbel- und Knochenbrüche sowie Fersen-Frakturen, war aber ansprechbar.

Laut einer Pressemitteilung des Carlin-Teams ist Tveter mit schweren Knieprellungen bald wieder aus dem Krankenhaus entlassen worden. Der nach der Erstuntersuchung im Medical Centre der Rennstrecke in das Universitäts-Krankenhaus Graz geflogene Teamkollege Zhi Cong Li erlitt neben den Knochenbrüchen auch vier gebrochene Wirbel, die im Gegensatz zur Ferse aber nicht operiert werden müssen. Laut APA-Informationen aus dem Formel-3-Umfeld habe nie Lähmungsgefahr bestanden.

Der ebenfalls in den Unfall verwickelte Pedro Piquet, 17-jähriger Sohn des dreifachen Formel-1-Weltmeisters Nelson Piquet, blieb unverletzt. Pole-Position für den ersten von zwei DTM-Läufen in der Steiermark (live in ARD) erzielte Marco Wittmann vor seinem BMW-Markenkollegen Tom Blomqvist. Der Österreicher Lucas Auer (Mercedes) kam über den 20. Startplatz nicht hinaus. (APA, 21.5.2016)

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