Ablinger lässt Rückkehr in Partei unter Kern offen

21. Mai 2016, 09:24
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Frühere Abgeordnete sieht zumindest Aussagen des neuen Vorsitzenden positiv

Wien – Die frühere SPÖ-Abgeordnete Sonja Ablinger lässt einen Wiedereintritt in die Partei unter dem neuen Vorsitzenden Christian Kern offen. Seine Aussagen in den vergangenen Tagen zum Zustand der Politik seien "positiv und ehrlich" gewesen, sie sei aber nicht nur allein aufgrund seines Vorgängers Werner Faymann aus der SPÖ ausgetreten, erklärte Ablinger gegenüber der APA.

Die heutige Vorsitzende des Österreichischen Frauenrings hatte sich nach dem parteiinternen Konflikt um die Mandatsnachfolge nach Barbara Prammers Tod zunächst aus ihrer Position als SPÖ-Frauenchefin in Oberösterreich zurückgezogen und ist aufgrund der rot-blauen Koalition im Burgenland schließlich ganz aus der Partei ausgetreten.

Abschied von den Grundsätzen

Der Austritt sei nicht leichtfertig und aus unterschiedlichen Gründen erfolgt, so Ablinger. Ein Grund für diesen Schritt sei, dass sich die SPÖ "ent-demokratisiert" und von ihren Grundsätzen verabschiedet habe. Ob sie sich nun unter dem neuen Parteiobmann vorstellen kann, sich wieder in der Partei zu engagieren, ließ Ablinger offen: "Ein Vorsitzender alleine wird nicht die Dinge ändern können", die Partei stehe vor einer Richtungsdiskussion, erklärte die frühere Nationalratsmandatarin weiter.

Grundsätzlich hofft und erwartet sie nun, dass mit Kern "einiges weitergeht". Seine Beschreibung dessen, was in den letzten Jahren passiert ist, sei "positiv wahrgenommen" worden, stellte Ablinger fest.

Keine Neuigkeiten gibt es indes vom Bundesschiedsgericht, das die SPÖ als Konsequenz nach dem Konflikt um die Mandatsnachfolge eingerichtet hat. (APA, 21.5.2016)

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