ORF-Redakteure stellen sich hinter Thurnher

20. Mai 2016, 15:33
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Kritisieren "widerliche Postings" über ORF-Moderatorin auf FP-Social-Media-Kanälen

Wien – Die ORF-Redakteure stellen sich hinter ihre von der FPÖ attackierte Kollegin Ingrid Thurnher. "Wenn Politiker etwas behaupten, und Recherchen ergeben ein anderes Ergebnis, dann ist es notwendig, den Politiker damit zu konfrontieren", wies der ORF-Redakteursrat die Kritik der FPÖ zurück. Thurnher sei eine der besten Moderatorinnen im ORF.

Außerdem kritisieren die ORF-Redakteure in einer Aussendung "widerliche Postings" über Thurnher in den diversen Social-Media-Kanälen der FPÖ: "Diese Form von Beleidigungen, Verächtlichmachung und Unterstellungen ist einer Parlamentspartei unwürdig."

Blaue Distanzierung

FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl ließ am Freitag wissen, "dass sich die FPÖ selbstverständlich von allen 'widerlichen Postings' gegen Ingrid Thurnher" distanziere. Der ORF-Redakteursrat hatte solche zuvor kritisiert und die TV-Duell-Moderatorin gegen FPÖ-Kritik verteidigt. Der blaue Mediensprecher Kickl ist allerdings der Ansicht, dass bei den Recherchen über die Israel-Reise von FPÖ-Präsidentschaftskandidat Norbert Hofer "Fehler" passiert seien und es in so einem Fall "Journalisten nicht schlecht anstehen würde, sich zu entschuldigen". Außerdem witterte er eine Ungleichbehandlung Hofers, denn er vermisste "die kritische Recherche mit einem eigenen Korrespondenten im Falle Alexander Van der Bellen". (APA, 20.5.2016)

  • Artikelbild
    foto: orf/thomas ramstorfer
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