Google und Oracle: Milliarden-Streit um Zukunft von Open Source

20. Mai 2016, 10:13
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Das Urteil im Prozess, den Oracle gegen Google anstrengt, könnte drastische Konsequenzen für Software-Entwickler haben

Schon seit mehreren Jahren bekriegen sich Google und Oracle juristisch. Dabei geht es um 10.000 Zeilen Code, die Google für Android von Oracles Java übernommen hat. Google argumentiert, dass dies ordnungsgemäß unter den Fair Use-Bedingungen vor sich ging. Oracle bestreitet dies und fordert, an den Android-Profiten von Google beteiligt zu werden. Das Unternehmen hatte Java-Hersteller Sun Microsystem im Jahr 2010 für 7,4 Milliarden Dollar gekauft. Diesen Betrag will Oracle nun von Google erhalten.

Industrieüblich?

Wie Google-Gründer Larry Page am Donnerstag im Zeugenstand ausführte, soll Google "industrieübliche Praktiken" verfolgt haben. Eine Verurteilung trotz Fair Use würde erhebliche Konsequenzen für die Zukunft von Open Source haben. Auf dem Prinzip bauen große Teile aktueller Technologien auf, etwa im Bereich von Cloud-Diensten. Die Geschworenen werden sich nun am Wochenende beraten, dann soll ein Urteil folgen. Es ist allerdings zu erwarten, dass der Prozess in Berufung gehen dürfte. (red, 20.5.2016)

  • Google und Oracle fetzen sich weiterhin wegen Android
    foto: reuters/diefenbach

    Google und Oracle fetzen sich weiterhin wegen Android

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