Briefwähler müssen sich bis Samstag, 9 Uhr entscheiden

20. Mai 2016, 08:41
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Sonderservice der Post für die Präsidentenwahl

Wien – Bis Samstag, 9 Uhr müssen sich Briefwähler zwischen Norbert Hofer (FPÖ) und Alexander Van der Bellen (Grüne) entscheiden und die Wahlkarte in den Postkasten werfen. Denn auch bei der Stichwahl gibt es den Wahlkartenservice von Post und Innenministerium mit Sonderentleerung der Briefkästen am Samstagvormittag. Wahlkarten können aber auch selbst oder per Boten in allen Wahllokalen abgegeben werden.

Wer noch keine – für die Briefwahl und Stimmabgabe in "fremden" Wahllokalen nötige – Wahlkarte hat, hatte nur mehr bis Freitag, 12 Uhr Zeit. Bis dahin sind – bei allen Wahlen – Anträge am Gemeindeamt des Hauptwohnsitzes persönlich und auch schriftlich bei sofortiger Mitnahme durch eine bevollmächtigte Person möglich.

Hotline für Vergessliche

Auch für vergessliche Wähler gibt es einen besonderen Service: Wer eine Wahlkarte (mit eingeschriebener Zustellung) beantragt, aber nicht rechtzeitig von der Post abgeholt hat, kann sich bei der Hotline des Innenministeriums – unter 01 53126 2700 bzw. 0800 202220 – erkundigen, wo er am Sonntag seine Wahlkarte abholen kann. Denn die Postämter haben den Auftrag, nicht zugestellte Wahlkarten in Wahllokale nahe der angegebenen Zustelladresse zu bringen.

Die Wahlkarte ermöglicht nicht nur die Briefwahl im engeren Sinn – also am Postweg –, sondern einige weitere Möglichkeiten der Stimmabgabe: Man kann sie selbst oder per Boten bei der aufgedruckten Bezirkswahlbehörde abgeben (auch Samstag und Sonntag), man kann damit selbst in jedem Wahllokal Österreichs wählen – und man kann sie (freilich ausgefüllt) von einem Boten in jedem Wahllokal Österreichs abgeben lassen. Bleibt man doch zu Hause und will selbst im "eigenen" Wahllokal wählen, darf man die Wahlkarte allerdings nicht ausfüllen.

Am Montag wird ausgezählt

Auf welchem Weg auch immer müssen alle Briefwahlstimmen spätestens am Wahlsonntag um 17 Uhr bei der Bezirkswahlbehörde oder in einem Wahllokal eingelangt sein. Ausgezählt werden sie erst am Montag. Es ist durchaus möglich, dass das am 23. Mai am späteren Nachmittag zu erwartende Gesamtergebnis erst die tatsächliche Entscheidung über den künftigen Bundespräsidenten bringt. Denn im ersten Wahlgang wurden 12,5 Prozent der gültigen Stimmen per Briefwahl abgegeben. Und die Ergebnisse der beiden Briefwahl-Kandidaten nicht unwesentlich verändert: Hofer kam am Sonntag auf 36,4 und mit Auszählung der Briefwahl auf nur mehr 35,1 Prozent, Van der Bellen steigerte sich hingegen von 20,4 auf letztlich 21,3 Prozent. (APA, 20.5.2016)

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