5:0 – Salzburg sichert sich mit Kantersieg das Double

19. Mai 2016, 22:32
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Der Meister hat mit der Admira seinen Spaß und holt sich in Klagenfurt das dritte Double in Folge

Klagenfurt – Red Bull Salzburg hat als erster österreichischer Fußballklub zum dritten Mal in Folge das Double aus Meisterschaft und Cup gewonnen. Die Bullen setzten sich am Donnerstag in Klagenfurt gegen Admira Wacker mit 5:0 (2:0) durch, die Tore vor 10.200 Zuschauern im Wörtherseestadion erzielten Jonatan Soriano (7., 65., 86./Elfmeter), Naby Keita (28.) und Konrad Laimer (73.).

Es war der höchste Sieg in einem österreichischen Cupfinale, das in einem Spiel ausgetragen wurde, seit dem 8:0 von Admira Wien gegen Rapid 1934. Für die Salzburger handelte es sich um den vierten Cup-Erfolg, alle wurden in der Red-Bull-Ära erzielt. Die Admira steigt nach der Niederlage nicht als Cupsieger, sondern als Ligavierter und damit bereits am 30. Juni in der ersten Qualifikationsrunde zur Europa League ins internationale Geschäft ein. An diesem Donnerstag steigt bei der Europameisterschaft in Frankreich das erste Viertelfinale.

Fehler

Soriano war aufgrund einer Wadenverletzung fraglich gewesen, wurde aber rechtzeitig fit. Und der Goalgetter brauchte nicht einmal sieben Minuten, um seinen Job zu erledigen. Nach einem Schuss von Valon Berisha aus spitzem Winkel, den Jörg Siebenhandl direkt vor das Tor prallen ließ, staubte der Spanier aus kurzer Distanz per Kopf ab. Seinem achten Cup-Treffer in dieser Saison war ein Ballverlust von Christoph Knasmüllner tief in der eigenen Hälfte vorangegangen. Die Salzburger waren da weit aufgerückt und im Strafraum der Admiraner sogar in der Überzahl.

Die Admira wurde durch zwei Distanzschüsse von Srdjan Spiridonovic (20., 26.) erstmals halbwegs gefährlich. Die Bullen hatten zu diesem Zeitpunkt bereits eine Umstellung in der Hintermannschaft vornehmen müssen: Andreas Ulmer hatte sich bei einem Zweikampf verletzt und nach einer Viertelstunde Benno Schmitz Platz machen müssen. Der Linksverteidiger klagte über Schmerzen an der Hüfte, Details lagen vorerst nicht vor.

Sicher

Spielerisch fanden die Niederösterreicher kein Mittel, die Salzburger auch nur annähernd unter Druck zu setzen. Die wiederum präsentierten sich vor dem gegnerischen Tor als Meister der Effizienz. Keita traf in der 28. Minute nach einer Lazaro-Hereingabe von rechts im Nachsetzen, nachdem Siebenhandl und Markus Lackner sich in der Mitte uneinig gewesen waren. Den ersten Versuch von Keita wehrte Lackner noch ab, im Fallen traf der auch im Ausland begehrte Mittelfeldspieler aus Guinea dann aber.

Danach war die Sache fast schon gegessen. Die große Offensive der Admira blieb auch nach der Pause aus, die beste Chance ließ nach knapp einer Stunde Spiridonovic mit einem Schuss links innerhalb des Strafraums aus. Weil Salzburgs Torhunger noch nicht gestillt war und die Admira hinten anfällig blieb, stand es bald 3:0. Soriano (65.) nahm eine Einladung von Spiridonovic an, der den Ball am Sechzehner vertändelte, und schoss platziert ins lange Eck.

Sehenswert traf anschließend Konrad Laimer (73.) nach einem Eckball: Der 18-Jährige nahm den Ball mit der Brust optimal an und hämmerte ihn aus rund 20 Metern unter die Latte. Den Schlusspunkt setzte Soriano (86.) vom Elfmeterpunkt, nachdem er selbst gefoult worden war. Mit zehn Treffern wurde der 30-Jährige überlegen Cup-Schützenkönig. (APA, 19.5.2016)

ÖFB-Cup, Finale, Donnerstag

Admira Wacker Mödling – Red Bull Salzburg 0:5 (0:2)
Wörtherseestadion, 10.200 Zuschauer, SR Schörgenhofer

Tore:
0:1 (7.) Soriano
0:2 (28.) Keita
0:3 (65.) Soriano
0:4 (73.) Laimer
0:5 (86.) Soriano (Elfmeter)

Admira: Siebenhandl – Zwierschitz, Lackner, Wostry, Wessely – Toth, Knasmüllner (74. Bajrami) – Starkl, Grozurek (87. Maranda), Spiridonovic (68. Malicsek) – Monschein

Salzburg: Walke – Lainer, Miranda, Caleta-Car, Ulmer (16. Schmitz) – Bernardo – Lazaro, Laimer, Keita (69. Minamino), Berisha – Soriano (87. Reyna)

Gelbe Karten: Toth, Starkl bzw. keine

  • Salzburgs Jonatan Soriano durfte am Donnerstagabend gleich dreimal Bussis verteilen, für die Admira gab es im Wörtherseestadion wenig zu lachen.
    foto: apa/gert eggenberger

    Salzburgs Jonatan Soriano durfte am Donnerstagabend gleich dreimal Bussis verteilen, für die Admira gab es im Wörtherseestadion wenig zu lachen.

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