US-Firmen investieren weniger in Österreich

19. Mai 2016, 15:51
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Geschäftsklima in Österreich etwas besser – Firmen korrigieren Beschäftigungspläne und Investitionen aber nach unten

Wien – Erstmals seit zwei Jahren hat sich das Geschäftsklima in Österreich aus Sicht von US-Firmen etwas verbessert. Auch die aktuelle Geschäftslage ist in den Augen der US-Unternehmen besser als im Vorjahr. Für das kommende Jahr sind die Erwartungen aber eher verhalten, wie das halbjährlich durchgeführte Business-Barometer der AmCham Austria zeigt.

Nur 26 Prozent gehen von einer positiven Geschäftsentwicklung in den nächsten sechs Monaten aus, zwei Drittel der befragten US-Unternehmen mit rund 100 Niederlassungen in Österreich erwarten gleichbleibende Geschäfte.

Standort besser

Die Attraktivität des Standorts Österreich wird etwas besser als vor einem Jahr eingeschätzt. Die Zahl jener, die mit einer Verschlechterung rechnen, ist zurückgegangen: während im Vorjahr noch 49 Prozent der befragten Unternehmen negative Entwicklungen befürchteten, sind es heuer nur noch 35 Prozent.

Verbesserungen am österreichischen Standort innerhalb der letzten zwölf Monate konnte aber nur ein Zehntel bestätigen, im Vorjahr waren es noch 15 Prozent. Ein Drittel beurteilt die aktuelle Standortpolitik als gut, 16 Prozent stellen ihr kein gutes Zeugnis aus.

Reduziert hat sich die Investitionsbereitschaft: nur 14 Prozent wollen in den nächsten zwölf Monaten Geld in die Hand nehmen, im Vorjahr waren es noch 25 Prozent. Fast ein Viertel der Unternehmen möchte die Investitionen zurückfahren. Damit gibt es erstmals seit Erhebungsbeginn im Jahr 2011 mehr Unternehmen mit rückläufigen Investitionen als Unternehmen mit expansiven Absichten.

Neue Jobs

21 Prozent der US-Firmen wollen hierzulande neue Arbeitsplätze schaffen, während 12 Prozent weniger Menschen beschäftigen möchten. Die befragten Unternehmen haben rund 26.000 Arbeitnehmer in Österreich.

Besonders kritisch sehen die Unternehmen die Kontrollen an den EU-Binnengrenzen: 68 Prozent orten negative Auswirkungen auf die europäische Wirtschaft. Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen wäre direkt und negativ durch permanente strenge Kontrollen an den EU-Binnengrenzen betroffen. (APA, 19.5.2016)

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