Android bekommt automatische System-Updates – mit Hilfe von Chrome OS

18. Mai 2016, 22:31
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In Zukunft werden neue Versionen im Hintergrund eingespielt – Code dafür direkt von Chrome OS übernommen

Angesichts dessen, dass Google die erste Testversion von Android N schon vor einigen Wochen präsentiert wurde, war es keine sonderliche Überraschung, dass das Betriebssystem im Rahmen der Keynote der Google I/O nicht die gewohnte Hauptrolle einnahm. Und doch hatte Google die eine oder andere Neuankündigung zu machen.

Updates

Die wohl wichtigste. Die Zeit des ewigen Wartens auf das Einspielen von Android-Systemupdates ist endgültig vorbei. Werden doch solche Updates künftig automatisch eingespielt. Interesssant ist dabei vor allem die technische Umsetzung, bedient sich Google doch hier – wie Arstechnica in Erfahrung gebracht hat – direkt des Codes von Chrome OS.

Wechsel

Wie bei Googles zweitem Betriebssystem wird also auch unter Android künftig ein Update direkt nach der Verfügbarkeit im Hintergrund auf ein zweites System-Image eingespielt. Beim nächsten Reboot wird dann einfach auf das andere Image als Boot-Partition gewechselt, der gewohnte, langwierige Update-Prozess entfällt also.

Hilfsbereit

Diese Herangehensweise hat natürlich noch einen zweiten Vorteil: Ist es im Fall eines Problems doch einfach möglich, auf das nicht beschädigte Systemimage zurückzuwechseln. Abzuwarten bleibt allerdings, wie hoch der Overhead einer solchen Lösung ist, also wie viel mehr Speicherplatz verbraucht wird. Google nutzt für die Systemimages das Dateisystem SquashFS, das auf besonders geringen Platzverbrauch ausgelegt ist. (Andreas Proschofsky, 18.5.2016)

  • Android-Nutzer dürfen sich über sinnvolle Verbesserungen freuen.
    foto: andreas proschofsky / standard

    Android-Nutzer dürfen sich über sinnvolle Verbesserungen freuen.

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