Haider-Maurer-Comeback wohl erst im Oktober in Wien

18. Mai 2016, 18:00
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"Extrem harte" Fersenblessur erfordert weiter Geduld – Heuer auch kein Davis-Cup mehr

Wien – Der Niederösterreicher Andreas Haider-Maurer muss seine Tennis-Auszeit zumindest bis Ende Oktober verlängern. Der 29-Jährige ist seit dem vergangenen Wiener Erste Bank Open wegen eines Faszien-Einrisses und der damit verbundenen Entzündung im Bereich der rechten Ferse außer Gefecht. Nach Möglichkeit solle es beim für 22. bis 30. Oktober angesetzten Heimturnier noch heuer mit dem Comeback klappen.

Haider-Maurer hat beschlossen, dass durch die hartnäckige Blessur eine frühere Rückkehr auf die ATP-Tour nicht sinnvoll sei. "Auch wenn es extrem hart ist, aber jetzt ist einfach Geduld gefragt", wurde "AHM" am Mittwoch in einer Aussendung zitiert. Nach Konsultation zahlreicher Ärzte und Physiotherapeuten sei es noch immer am besten, wenn der Fuß möglichst wenig belastet wird.

"Ich habe zuletzt nach zwei Tagen Training immer einen Tag Pause einlegen müssen. Daher habe ich mich dazu entschlossen, nichts zu überstürzen", erklärt Haider-Maurer. Die Lust auf Tennis sei freilich groß, deshalb auch große Selbstdisziplin gefragt. "Die Phase, als ich acht Wochen lang nur mit Krücken gehen konnte, um den Fuß zu entlasten, war auch mental extrem mühsam."

Hoffnung lebt

Hoffnung macht dem Wien-Finalisten 2010, dass der Russe Dimitrj Tursunow und der Serbe Janko Tipsarevic nach ähnlichen Blessuren und Pausen von mehr als einem Jahr zurückgekommen sind. "Es wäre fatal, zu früh einzusteigen und dadurch auch Startplätze, die ich durch mein 'Protected Ranking' habe, zu verschleudern", sagte der gebürtige Waldviertler. "Damit würde ich mich nur unnötig unter Erfolgsdruck setzen."

Sein Manager Bernd Haberleitner merkte an, dass sein Schützling bei mindestens einem Jahr Pause danach für zwölf Turniere mit "Protected Ranking" melden könne, die Vorbereitung auf das Comeback aber ohnehin acht bis zehn Wochen vorher beginnen müsse. Haberleitner: "Diese Situation ist für Andreas natürlich mental sehr hart, wenn man bedenkt, dass die Verletzung genau am Ende seiner besten Saison passiert ist."

Klar ist damit natürlich auch, dass Haider-Maurer dem österreichischen Davis-Cup-Team vom 15. bis 17. Juli auf Hartplatz in Kiew ebenso nicht zur Verfügung stehen wird wie bei einem allfälligen Play-off-Duell im September. Da auch der Zeitpunkt der Rückkehr Jürgen Melzers noch unsicher ist und ein Davis-Cup-Verzicht Dominic Thiems im Juli droht, könnte das ÖTV-Team in der Ukraine stark ersatzgeschwächt sein. (APA, 18.5.2016)

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