Deutscher Arbeitsmarkt trotz mehr arbeitsloser Migranten stabil

18. Mai 2016, 16:12
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Die Arbeitslosigkeit ist laut Bundesagentur für Arbeit nur halb so hoch wie 2005

Berlin – Der Chef der deutschen Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-Jürgen Weise, rechnet in diesem Jahr mit einer stabilen Arbeitsmarktlage in Deutschland. Die Entwicklung sei insgesamt positiv, weil die Arbeitslosigkeit nur halb so hoch sei wie im Jahr 2005, sagte Weise am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. Damals war der höchste Wert seit der Wiedervereinigung erreicht worden.

Die Beschäftigung steige, immer mehr Menschen seien in Vollzeit, Teilzeit oder in einem Minijob tätig, so Weise. Die Arbeitslosigkeit unter den Menschen, die bereits im Land seien, werde noch weiter abnehmen. Allerdings wachse zugleich die Zahl der Flüchtlinge, die arbeitslos gemeldet werden. "Deswegen gehe ich mal von einer Stagnation aus", sagte Weise mit Blick auf das laufende Jahr.

Starker Frühling

In den kommenden Jahren schließt der BA-Chef einen Anstieg der Arbeitslosigkeit aufgrund des Migrantenzustroms nicht aus: "Für die nächsten Jahre wird es entscheidend sein, wie viele Menschen noch als geflüchtete Menschen zu uns kommen." Einen Zeitpunkt, wann der Wendepunkt erreicht sein könnte, will er jedoch nicht nennen.

Die Frühjahrsbelebung auf dem deutschen Arbeitsmarkt war im April überraschend stark ausgefallen. Die BA registrierte 2,74 Millionen Erwerbslose und damit 101.000 weniger als im März. Niedriger war die Arbeitslosenzahl in einem April zuletzt 1991. Die Arbeitslosenquote sank um 0,2 Punkte auf 6,3 Prozent. (APA, Reuters, 18.5.2016)

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