Wie viel Zeit dürfen Ihre Kinder im Internet verbringen?

User-Diskussion25. Mai 2016, 05:30
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Facebook, Twitter, Whatsapp, Youtube: Was dürfen Ihre Kinder im Internet, und wie behalten Eltern den Überblick?

Wie viel Mediennutzung für Kinder und Jugendliche gut ist, diese Frage stellt sich für Eltern wahrscheinlich, seit es Radio und Fernsehen gibt. Heute ist die Medienwelt vielfältiger und allgegenwärtiger geworden, was die Kontrolle durch Erwachsene auch erschwert.

Medienkompetenz lautet das Zauberwort beim Thema digitale Medien und Kinder – aber was und wie genau soll diese vermittelt werden? Sind die Digital Natives den Digital Immigrants nicht haushoch überlegen beim Bedienen sämtlicher Geräte? User "Überposter" sieht die Verantwortung bei den Eltern:

Spielen, Fotos und Videos ansehen

Eine IFES-Studie von 2012 zeigt, dass sich bereits 69 Prozent der Drei- bis Sechsjährigen mit internetfähigen Geräten beschäftigt, zehn Prozent dieser Altersgruppe sogar täglich. Spielen, Fotos und Videos ansehen sind dabei die Hauptbeschäftigungen. Mehr als die Hälfte (52 Prozent) waren schon einmal im Internet und 41 Prozent nutzen das Internet regelmäßig, also mindestens ein Mal pro Woche. Doch nur elf Prozent der Eltern finden es wichtig bereits in diesem Alter einen verantwortungsvollen Umgang mit diesem Medium zu erlernen. Die Vermittlung sehen die Eltern als ihre Aufgabe, wünschen sich aber Unterstützung von Bildungseinrichtungen.

Verantwortungslos und Sprachbegabt

Wie die Studie zeigt, ist die Internetnutzung bereits bei den Kleinsten angekommen. Dazu schreibt auch Marin Majica in der "Zeit"-Kolumne "Der verantwortungsloseste Vater der Welt" über die Medienkompetenz seines vierjährigen Sohns: "Ich habe nicht die geringste Ahnung, wie er, ohne schreiben zu können, nach neuen Videos auf YouTube sucht, aber es funktioniert." Majica weiter: "Er mag Zeichentrickserien wie 'Albert auf Entdeckungstour' oder die kanadische Serie 'Caillou', die guckt er aber immer auf Portugiesisch. Filme mit Lego-Figuren auf Japanisch, Knetfigurenfilme auf Russisch. Das Kind scheint sprachbegabt zu sein."

Dieser Ausschnitt beschreibt nicht gerade ein Horrorszenario, wie es oft heraufbeschworen wird. Auch User Sven Dirks ist zuversichtlich was die Kids betrifft:

Wie regeln Sie die Internetnutzung Ihrer Kinder?

Wie lange darf Ihr Kind pro Tag fernsehen, Computer spielen oder im Internet surfen? Wie kontrollieren Sie diese Zeit oder vertrauen Sie dabei Ihrem Kind? Wo sehen Sie positive und wo negative Folgen sozialer Netzwerke? Sehen Sie die Gefahren von Mobbing, Sexting, Internetpornografie und Happy Slapping? Welche Erfahrung haben Sie mit Kindersicherungen, Sperren und Filtern gemacht? Welche Nutzungsregelung hat sich bei Ihnen als sinnvoll herausgestellt? (haju, 25.5.2016)

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