Studie: Werbung wirkt in Printmedien am stärksten

18. Mai 2016, 13:50
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Tageszeitung "gehört aus Gewohnheit dazu" – Ifes erhob im Auftrag der Arge Media-Analysen qualitative Daten in Print, Radio, TV, Web und sozialen Medien

Wien – Werbung wirkt am stärksten in Printmedien. Zu dem Ergebnis kommt eine von Ifes im Auftrag des Vereins Arge Media-Analysen durchgeführte Studie.

Demnach weisen sowohl Tages- als auch regionale Wochenzeitungen und Magazine die höchsten Werte auf, wenn es um die Frage geht, wie stark Werbung innerhalb verschiedener Mediengattungen wahrgenommen wurde.

foto: arge ma / ifes

Ifes erhob Daten auf der Basis von 3.087 Interviews über die qualitative Mediennutzung von Print, TV, Radio, Medienwebseiten und sozialen Medien. Gefragt wurde nach rationalen und emotionalen Motiven der Nutzung in diesen Gattungen. Ziel sei es, so Studienleiter Christoph Tschuchnik, "Medien als Werbeträger zu sondieren".

Bei rationalen Motiven rangieren soziale Medien und die Medien Webseiten an vorderster Stelle der Mediennutzung, gefolgt von Printmedien. Emotionale Medienbedürfnisse befriedigen ebenfalls soziale Medien am stärksten. Radio und Fernsehen wurden hier am zweithäufigsten genannt.

foto: arge ma / ifes

Wer am Morgen gut informiert werden will, greift laut Studie zuerst zur gedruckten Tageszeitungen, hört Radio oder nutzt den Internetauftritt einer Tageszeitung.

foto: arge ma / ifes

Verlässliche Informationen zu politischen Ereignissen suchen die meisten ebenso in Print-Tageszeitungen, danach in TV, Radio und Internet.

foto: arge ma / ifes

Geht es um die Bindung an ein Medium, erzielen gedruckte Tageszeitungen Höchstwerte bei der Mediennutzung: Für die meisten gehört eine Tageszeitung "aus Gewohnheit dazu". Starke Werte erzielen hier ebenfalls soziale Medien und Radioprogramme.

Ein weiteres Kapitel der Studie widmete sich "neuen medialen Wirklichkeiten": Sie bestätigt, was jeder einzelne aus eigener Beobachtung wahrnehmen kann: Die Nutzung von Smartphones steigt stark. Während 2010 noch zehn Prozent Smartphones nutzten, lag der Wert 2015 nahe 70 Prozent.

Ebenfalls angestiegen ist die Nutzung von Tablets. Unter zehn Prozent nutzten 2012 die mobilen Geräte, 2015 waren es 30 Prozent. Bei beiden ist die Tendenz steigend. (prie, 18.5.2016)

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