Microsoft verkauft Nokia-Sparte an Apple-Zulieferer Foxconn

18. Mai 2016, 12:34
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Der IT-Konzern trennt sich vom Geschäft mit einfachen Mobiltelefonen, will Windows 10 Mobile weiterhin unterstützen

Microsoft hat bekanntgegeben, seine Abteilung für einfache Mobiltelefone für 350 Millionen Dollar an die Foxconn-Tochterfirma FIH Mobile verkauft zu haben. Über 4.000 Mitarbeiter wechseln ihren Arbeitsplatz, FIH Mobile darf die Marke "Nokia" benutzen. Die Transaktion soll im Herbst beendet sein, dann fließen auch Software, Services und andere Bestandteile der Sparte an FIH Mobile. Foxconn ist vor allem als Zulieferer für Apple bekannt.

Fehlentscheidung in Milliardenhöhe

Der Erwerb von Nokia, den Microsoft im Herbst 2013 vorgenommen hat, gilt als eine der größten strategischen Fehlentscheidungen des Windows-Herstellers. Der Kaufpreis von über 5,4 Milliarden Dollar konnte nicht in Gewinn umgewandelt werden. Die Feature Phone-Reihen von Nokia, darunter Asha, Series 40 und Nokia X, werden schon seit 2014 nicht mehr mit neuen Geräten oder neuen Features bespielt.

Schwierigkeiten bei Windows Phone

Microsoft konzentriert sich schon länger primär auf die Windows Phone Reihe mit Lumias. Aber auch hier gibt es Schwierigkeiten, der Verkauf fiel im Vorjahresvergleich um 73 Prozent auf 2,3 Millionen Geräte. Windows-Chef Terry Myerson sagte unlängst, Microsoft werde der Lumia-Reihe nicht den Rücken zuwenden, um eine Vielzahl an Nutzern zu erreichen, sei Windows Phone allerdings nicht "der richtige Weg". Ein neues Surface Phone könnte nächstes Jahr erscheinen. Microsoft will auch Fremdhersteller zum Bau von Windows Phones bewegen, das klappt jedoch nicht besonders gut. (red, 18.5.2016)

  • Microsoft trennt sich vom Geschäft mit normalen Mobiltelefonen
    foto: reuters/munoz

    Microsoft trennt sich vom Geschäft mit normalen Mobiltelefonen

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