ÖVP-Chef: "Querschießen muss ein Ende haben"

17. Mai 2016, 21:44
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Mitterlehner rüffelt Lopatka – Will zu Asylnovelle mit Kern nur über Details reden

Vizekanzler und ÖVP-Obmann Reinhold Mitterlehner will auf "gute Zusammenarbeit" mit dem umgebildeten SPÖ-Regierungsteam setzen.

Nach dem ersten offiziellen Auftritt Christian Kerns als designierter SPÖ-Vorsitzender erklärte Mitterlehner auf Facebook: "Müssen neue Akzente setzen und für das Land gemeinsam etwas weiterbringen."

Bereits am Dienstag habe es mit Kern ein einstündiges Gespräch gegeben, sagte ÖVP-Chef Mitterlehner im ORF-"Report". Dabei seien "Themen umrissen worden", aber das sei selbstverständlich noch zu wenig. Rüffel vom Parteichef gab es für Klubobmann Reinhold Lopatka, der vor der Angelobung Kerns diesen mehrfach kritisiert hatte. "Das Querschießen muss ein Ende haben", sagte Mitterlehner: "Ein neuer Anfang und neue Spielregeln müssen eingehalten werden." Denn "viele neue Chancen werden wir nicht erhalten". In Zusammenhang mit der Asyl-Sonderregelung müssten noch Details diskutiert werden. Keinen Zweifel hatte er aber daran, dass die SPÖ auch unter Kern "die gemeinsame Linie mitträgt".

Warum die ÖVP nicht auch eine Personalrochade vollziehe? "Wir haben ein gutes, weil auch eingespieltes Team." Zur Feststellung, dass die ÖVP offensichtlich nicht an Neuwahlen denke, sagte Mitterlehner: "Das interpretieren Sie richtig." (red, 17.5.2016)

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