Gläubiger und Bund zu Heta-Vergleich bereit

17. Mai 2016, 16:50
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Die Heta-Anleihegläubiger und der Finanzminister für den Bund öffnen die Tür zum Anleiherückkauf. Die Absichtserklärung wird unterschrieben

Wien – Den Verantwortlichen des Landes Kärnten und des Bundes dürften am Mittwoch größere Steinmengen von den Herzen fallen. Vertreter der großen Gläubigergruppen und Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) unterschreiben das Memorandum of Understanding, das den Vergleich im Streit um die landesbehafteten Heta-Anleihen zum Ziel hat. Der Finanzminister soll das Thema Vergleich im Ministerrat erörtern, in Klagenfurt soll Landeschef Peter Kaiser (SPÖ) davon berichten.

Parteien der Absichtserklärung sind Bund und Zeichner von Anleihen im Volumen von rund elf Milliarden Euro. Sie haben sich darauf verständigt, dass sie das zweite Rückkaufoffert des Kärntner Ausgleichszahlungsfonds (KAF) annehmen werden.

Deal soll im Herbst stehen

Das Anbot soll im September veröffentlicht werden, Mitte Oktober soll der Deal stehen. Davor muss die EU ihren Sanktus geben, und die Gläubiger müssen ihre Haltevereinbarung lösen.

Der KAF wird die Papiere um 75 Prozent des Nominale kaufen und die Zeichnung einer unverzinsten KAF-Anleihe mit 13,5 Jahren Laufzeit anbieten. Für diese Anleihe wird der Bund haften. Die Gläubiger kämen so auf rund 90 Prozent ihrer Forderung. (gra, 17.5.2016)

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