Neues Museum soll palästinensische Kultur und Identität stärken

17. Mai 2016, 16:27
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3.500 Quadratmeter großes Museum für Kunst und Geschichte im Westjordanland

Ramallah – Die Palästinenser haben im Westjordanland ihr bisher größtes Museum für Kunst und Geschichte vorgestellt. Die Einrichtung solle "die Palästinenser einigen, die in vielen Teilen ihres zerstückelten Heimatlandes und auf der ganzen Welt verstreut sind", sagte der neue Direktor des Museums, Mahmud Hawari, am Dienstag bei Ramallah.

"Wir wollen die palästinensische Kultur und Identität stärken", so Hawari. Eine offizielle Eröffnungszeremonie war für Mittwoch geplant. Die erste Ausstellung mit dem Titel "Never-part" ist für Oktober geplant – sie zeigt Gegenstände, die für Palästinenser einen emotionalen Wert haben.

Kultur, Gesellschaft und Geschichte

Die Baukosten für das 3.500 Quadratmeter große Museum beliefen sich auf umgerechnet rund 25 Mio. Euro. Finanziert wird das Projekt von der palästinensischen Nichtregierungsorganisation Welfare Association.

Themen der wechselnden Ausstellungen sollen Kultur, Gesellschaft und Geschichte der Palästinenser in den vergangenen 200 Jahren sein. Das Museum erinnert auch an Flucht und Vertreibung Hunderttausender Palästinenser nach der israelischen Staatsgründung 1948.

Nach Angaben des palästinensischen Statistikbüros gibt es weltweit mehr als zwölf Millionen Palästinenser. Etwas mehr als die Hälfte von ihnen leben im Westjordanland, in Ost-Jerusalem, dem Gazastreifen und Israel. Die Zahl der palästinensischen Flüchtlinge und ihrer Nachfahren wird weltweit auf 5,5 Millionen geschätzt. (APA, 17.5.2016)

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