Schweiz verpasst das Viertelfinale

17. Mai 2016, 22:27
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Dänen profitieren von Niederlage der Eidgenossen gegen Tschechien – USA trotz Pleite gegen Slowakei weiter – Ungarn und Kasachstan steigen ab

Moskau/St. Petersburg – Die USA und Dänemark haben sich am Dienstag bei der Eishockey-WM in Russland die letzten offenen Viertelfinalplätze gesichert. Die US-Amerikaner verloren zwar 2:3 nach Verlängerung gegen die Slowakei, sind als Vierter der Gruppe B aber dennoch weiter. In Gruppe A kamen die spielfreien Dänen weiter, weil die Schweiz dem Gruppensieger Tschechien 4:5 unterlag.

Wieder einmal Dänemark

Die Schweizer verpassten damit zum zweiten Mal seit dem sensationellen Gewinn der Silbermedaille im Jahr 2013 den Einzug in die K.o.-Phase. Von ihrer Niederlage profitierten die Dänen mit Graz-99ers-Keeper Sebastian Dahm, die zum zweiten Mal nach 2010 die Runde der besten acht Teams erreichten.

Die Slowakei hätte mit einem Sieg in der regulären Spielzeit das US-Team noch abfangen können. Doch der Siegestreffer gelang erst nach 59 Sekunden der Verlängerung.

Neuauflage des WM-Finales 2015

Damit lauten die Viertelfinalpaarungen am Donnerstag Tschechien – USA, Kanada – Schweden, Russland – Deutschland und Finnland – Dänemark. Zum Traumfinale Russland – Kanada, der Neuauflage des WM-Finales 2015, kann es auch in Moskau wieder kommen. In den Halbfinali träfen die Gastgeber entweder auf Finnland oder Dänemark.

Die Russen verspielten den Gruppensieg schon im Eröffnungsspiel bei der 0:3-Niederlage gegen Tschechien. Mittlerweile ist die "Sbornaja", auch dank den NHL-Verstärkungen wie Alexander Owetschkin, nicht mehr wiederzuerkennen. Die Russen machten mit Schweden am Dienstag kurzen Prozess und führten schon nach 29 Minuten 4:0. Am Ende siegten sie 4:1.

Finnland beendet Kanadas Siegesserie

Eine Überraschung gab es am letzten Vorrunden-Spieltag in Sankt Petersburg: Weltmeister Kanada verlor nach 16 WM-Erfolgen hintereinander die Partie gegen Finnland 0:4. Tommi Kivisto, Leo Komarov und Mika Pyörälä brachten die Finnen im zweiten Abschnitt innerhalb von zwölf Minuten 3:0 in Führung.

Neben Kasachstan muss auch Ungarn in die B-WM absteigen, für deren Austragung sich Österreich bewirbt (22. bis 28. April 2017). Der erste Sieg der Ungarn an einer A-WM seit 77 Jahren (in der ersten Turnierwoche gegen Weißrussland) genügte nicht für den Klassenerhalt. Weißrussland rettete sich am Dienstag mit einem 3:0-Erfolg über Frankreich.

Österreich bewirbt sich um zwei B-Weltmeisterschaften

Für die B-WM im kommenden Jahr, in der es um zwei Tickets für die A-WM 2018 in Dänemark (Kopenhagen und Herning) geht, bewirbt sich der ÖEHV als Gastgeber. Österreich hat sehr gute Chancen, das Turnier von 22. bis 28. April 2017 auszutragen. Eine Woche davor will der ÖEHV auch die B-WM der Frauen ausrichten, die Konkurrenz dafür ist aber größer. Die Turniere werden am kommenden Freitag beim Kongress in Moskau vergeben. (APA, red, 17.5. 2016)

Ergebnisse:

Gruppe A – siebenter Spieltag

Tschechien – Schweiz 5:4 (1:1,1:0,3:3)
Tore: Birner (17./PP), Kaspar (35./PS), Zatovic (42.), Zahorna (50.), Jordan (55./SH/EN) bzw. Hollenstein (12.), Moser (46./PP), Schneeberger (56.), Andrighetto (60.)

Lettland – Norwegen 1:3 (1:1,0:2,0:0)
Tore: Indrasis (12.) bzw. Olimb (17.), Holos (21.), Johannesen (21.)

Russland – Schweden 4:1 (2:0,2:0,0:1) Tore: Dadonow (15.), Panarin (18.), Dazjuk (22.), Ljubimow (30.) bzw. Ekholm (42./PP)

Gruppe B – siebenter Spieltag

USA – Slowakei 2:3 n.V. (0:1,1:0,1:1,0:1)
Tore: Nelson (28./PP), Foligno (43.) bzw. Jaros (19.), Skalicky (53.), Dano (61.)

Weißrussland – Frankreich 3:0 (0:0,2:0,1:0)
Tore: Stas (26., 45.), Platt (39.)

Kanada – Finnland 0:4 (0:0,0:3,0:1) Tore: Kivisto (27.), Komarov (37.), Pyörälä (39.), Koskiranta (43.)

Die Viertelfinal-Paarungen am Donnerstag:

Tschechien – USA (in Moskau, 15.15 Uhr)
Kanada – Schweden (in Sankt Petersburg, 15.15 Uhr)
Russland – Deutschland (in Moskau, 19.15 Uhr)
Finnland – Dänemark (in Sankt Petersburg, 19.15 Uhr)

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Tabellen

  • Für die Schweizer Cracks ist die Saison ab sofort vorbei.
    foto: reuters/dukor

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