Feldkircher Literaturtage: Von Max Frisch, Zeichenbrett und Schreibmaschine

17. Mai 2016, 14:59
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Der Schweizer Autor wird u.a. von Volker Hage, Peter Bichsel, Ursula Priess, Ruth Schweikert und Stefan Gmünder einer Betrachtung unterzogen

"Wie heißt der Politiker, dessen Tod durch Krankheit, Verkehrsunfall usw. Sie mit Hoffnung erfüllen könnte? Oder halten Sie keinen für unersetzbar?" So lautet eine Denkaufgabe aus dem Fragebogen von Max Frisch. Als Poster aus dem 1991 erschienenen Sonderheft von du hingen die 25 Fragen an der Klotür vieler WGs auch außerhalb der Schweiz. Gedruckt fanden sich Frischs Tagebücher mit den Fragebögen bei Suhrkamp, wo seine Werke erschienen. Fragt sich: Wie steht's um Frisch aktuell? Abgesehen davon, dass Homo Faber viele Dramatisierungen erfährt?

Die Feldkircher Literaturtage unterziehen den Autor einer Betrachtung: Spiegel-Redakteur Volker Hage umreißt Leben und Werk, Peter Bichsel ergänzt die Sicht des Kenners um die des freundschaftlich verbundenen Kollegen. Die Autorinnen Ursula Priess und Ruth Schweikert diskutieren den Stellenwert von Frisch für Heutige mit STANDARD-Redakteur Stefan Gmünder.

Eine Ausstellung (E. G. Steinmayr) zeigt Frisch, den Architekten. Öffentliches Zeugnis von Frischs Brotberuf vor dem Durchbruch mit Stiller ist das Freibad Letzigraben in Zürich. Noch näher an Feldkirch plante Frisch für einen privaten Bauherrn. Die Villa in Schaan steht nicht mehr; Zwist zwischen den Auftraggebern und Frisch hatte aber ein nicht nur juristisches, sondern auch literarisches Nachspiel. Davon wissen Stefan Gmünder und Peter Bichsel zu erzählen. (pen, 17.5.2016)

Theater am Saumarkt, 19.-21.5., 20.15

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