Tirol: Einigung auf neue Ärztegehälter

17. Mai 2016, 14:50
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Gehaltsanpassung für Klinikärzte beschlossen – Ärztevertreter sprechen von "akzeptablem Ergebnis"

Nun hat sich auch das Land Tirol mit seinen Ärzten geeinigt – also zumindest mit jenen der Landeskrankenhäuser. Das Paket sieht vor, dass Jungärzte ab dem Jahr 2017 ein höheres Einstiegsgehalt bekommen. Der Brutto-Grundlohn, den ein Mediziner nach Abschluss seiner Ausbildung bekommt, werde dann bei 48 Wochenarbeitsstunden monatlich 4.500 Euro betragen. "Das ist ein akzeptables Ergebnis", sagt Renate Larndorfer, Sprecherin der Klinikärzte.

Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) freut sich über das Einvernehmen mit den Interessenvertretern, verhandelt wurde fast zwei Jahre lang: "Da hat es auch einmal geknistert im Gebälk, aber nun wurde nicht nur die Gehaltsanpassung für Ärzte, sondern auch Verbesserungen im Bereich Pflegepersonal beschlossen", erklärte er bei einer Pressekonferenz am Dienstag.

"Finanzieller Vorteil für Mitarbeiter"

Das Land Tirol werde dafür künftig jährlich 23,7 Millionen Euro in die Hand nehmen, hinzu kämen 9,7 Millionen Euro für die Bezirksspitäler. "Ich gehe davon aus, dass es bei der noch ausstehenden Urabstimmung der Ärztinnen und Ärzte breite Zustimmung geben wird", sagt Ludwig Gruber, Kurienobmann angestellter Ärzte der Ärztekammer Tirol.

"Tirol ist das einzige Bundesland, wo die Neufestlegung des Vorrückungsstichtages zu einem finanziellen Vorteil für die Mitarbeiter führt", ergänzt Gerhard Seier, Landesvorsitzender der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD). Gerhard Hödl, Vorsitzender des Zentralbetriebsrats der Tirol-Kliniken, warnt allerdings: "Alles ist damit nicht abgeschlossen, wir werden wieder anklopfen." (mika, 17.5.2016)

  • 23,7 Millionen Euro nimmt das Land Tirol in die Hand.
    foto: apa/helmut fohringer

    23,7 Millionen Euro nimmt das Land Tirol in die Hand.

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