Rupprechter ist wegen TTIP "sehr skeptisch"

17. Mai 2016, 13:07
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"Im Juli wird sich abzeichnen, ob das Abkommen überhaupt noch eine Chance hat" – Agrarrat tagt außerdem zu Milchkrise und Frostschäden

Brüssel – Auf Wunsch von Österreich ist das umstrittene Handelsabkommen TTIP zwischen der EU und den USA heute auch Thema beim EU-Agrarrat. "Wir wollen eine klare Information von Phil Hogan (EU-Landwirtschaftskommissar, Anm.) über den Stand der Verhandlungen", sagte Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter (ÖVP) am Dienstag in Brüssel.

Im Juli findet in Brüssel die 14. Verhandlungsrunde zu TTIP statt. Die letzte Runde hat viel Staub aufgewirbelt – vor allem durch die von Greenpeace geleakten Dokumente. "Im Juli wird sich abzeichnen, ob das Abkommen überhaupt noch eine Chance hat. Ich bin sehr skeptisch", so Rupprechter vor dem Agrarrat. Auch ein "TTIP-light" lehnt der Minister ab. Momentan sieht Rupprechter die "roten Linien" jedenfalls eindeutig überschritten, was keine Basis für ein Zustandekommen sei.

Europäische Standards

Dem Landwirtschaftsminister geht es vor allem um die Einhaltung der europäischen Standards bei Lebensmitteln. Angesprochen werden sollen auch geschützte Ursprungsbezeichnungen wie in Österreich Tiroler Speck oder Steirer Kürbiskernöl oder der griechische Exportschlager Feta-Käse. Der EU ist es wichtig, solche Produkte vor Nachahmern zu schützen. (APA, 17.5.2016)

  • Andrä Rupprechter ist skeptisch, ob TTIP überhaupt noch eine Chance hat.
    foto: reuters / allegri

    Andrä Rupprechter ist skeptisch, ob TTIP überhaupt noch eine Chance hat.

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