Twitter will offenbar Limit von 140 Zeichen aufweichen

17. Mai 2016, 08:34
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Fotos und Links sollen nicht mehr mitzählen – soll Nutzererlebnis verbessern

Twitter plant offenbar, das Limit von 140 Zeichen aufzuweichen – zumindest ein bisschen. Künftig sollen Fotos und Links, die auf dem Kurznachrichtendienst geteilt werden, nicht mehr in die Zählung der verfügbaren Buchstaben einfließen. Bislang schlugen Links mit 24 Zeichen, Fotos mit 23 Zeichen zu Buche. Das hatte bedeutet, dass beim Publizieren von Bildern oder Verweisen noch weniger Platz für Anmerkungen zur Verfügung stand.

Zwickmühle

Das klingt zwar laut TheVerge nach etwas, "das nur Journalisten und Marken interessiert", allerdings zeigt der Vorstoß auf, in welche Richtung sich das krisengebeutelte Twitter bewegen will. Der Service steckt in einer Zwickmühle: Identifikationsmerkmal ist eindeutig die Kürze der Nachrichten, gleichzeitig schreckt das viele reguläre Nutzer ab. Zuletzt hatte Twitter-CEO Jack Dorsey selbst darauf hingewiesen, dass immer mehr User Screenshots von längeren Texten auf Twitter publizieren und so das Zeichenlimit umgehen.

Proteste

Ein kolportierter Plan, dass das Limit gänzlich aufgehoben würde, sorgte jedoch sofort für wütende Proteste. Twitter muss also sorgfältig abwägen, wie die Balance aus Usability und Markenkern zu schaffen ist. Die Ausnahmen für Fotos und Links, die erstmals von Bloomberg berichtet wurden, könnten in den nächsten Tagen in Kraft treten. (red, 17.5.2016)

  • Twitter sucht nach der richtigen Balance zwischen Usability und Identität
    foto: apa/afp/neal

    Twitter sucht nach der richtigen Balance zwischen Usability und Identität

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