IWF kritisiert Polen wegen Zwangsumtauschs von Franken-Hypotheken

16. Mai 2016, 16:00
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Könnte Wirtschaftswachstum ausbremsen

Warschau – Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat die polnische Regierung davor gewarnt, wie geplant einen Zwangsumtausch von Franken-Krediten in Zloty einzuführen. Dies könnte das Finanzsystem untergraben und das Wirtschaftswachstum ausbremsen, teilte der Fonds am Montag mit. Stattdessen sollte die Regierung fallweise unter Druck geratene Hypothekenschuldner unterstützen.

Ratingagenturen hatten Polen wegen der Pläne bereits mit einer Herabstufung der Kreditwürdigkeit gedroht. Polens Zentralbank befürchtet, dass durch den Zwangsumtausch rund 70 Prozent des Bankensektors in die roten Zahlen rutschen könnten.

Franken nach oben geschnellt

Die euroskeptische PiS-Partei hat im vergangenen Jahr die absolute Mehrheit mit dem Versprechen gewonnen, tausenden Polen zu helfen, die Kredite in Schweizer Franken aufgenommen hatten. In den Jahren 2007 und 2008 hatten rund 500.000 Polen Hypotheken in der Schweizer Währung aufgenommen, da dafür deutlich geringere Zinsen fällig wurden. Inzwischen ist der Franken zum Zloty aber um gut 80 Prozent nach oben geschnellt – die Schuldenlast der Hausbauer stieg dadurch massiv an. Staatspräsident Andrzej Duda will die Bürger entlasten und die Banken zwingen, die Kredite in Zloty umzuschreiben. (APA, 16.5.2016)

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