Feuer in spanischer Reifendeponie erst in zwei Wochen gelöscht

16. Mai 2016, 15:19
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Zwei Drittel der illegal gelagerten Reifenberge bei Brand vernichtet

Madrid – Das Feuer in Spaniens größter Reifendeponie wird wohl erst am Ende der kommenden Woche vollständig gelöscht sein. Drei Tage nach dem Ausbruch des Großbrandes im Süden von Madrid habe die Feuerwehr die Flammen unter Kontrolle gebracht, teilten die Umweltministerien der Regionen Madrid und Kastilien-La Mancha am Pfingstmontag mit.

In der Atemluft in der Umgebung der Deponie seien keine erhöhten Schadstoffwerte festgestellt worden. Allerdings seien höhere Schichten der Atmosphäre durch den aufsteigenden Qualm verunreinigt worden. Die Bewohner einer Siedlung in der Kleinstadt Sesena, die eine Nacht bei Bekannten oder in Sporthallen hatten verbringen mussten, durften in ihre Wohnungen zurückkehren. Viele von ihnen zogen es nach Medienberichten jedoch vor, der Siedlung vorerst fernzubleiben.

Tausende Menschen in Sicherheit gebracht

Das Feuer war am Freitag vermutlich durch Brandstiftung ausgelöst worden. Wegen des aufsteigenden giftigen Qualms wurde die Siedlung in Sesena mit etwa 6.500 Menschen vorübergehend evakuiert. In der illegalen Deponie waren etwa fünf Millionen Autoreifen gelagert. Davon seien etwa zwei Drittel verbrannt, teilten die Ministerien mit.

Die spanische Presse warf den Behörden vor, die Warnungen vor den Umweltgefahren jahrelang ignoriert zu haben. Die Deponie war vor mehr als einem Jahrzehnt von der Justiz für illegal erklärt worden. Dass nichts zur Beseitigung der Reifen unternommen wurde, lag auch daran, dass die Deponie auf der Grenze zwischen Kastilien-La Mancha und Madrid liegt und die zuständigen Regionalregierungen sich nicht einigen konnten. (APA, 16.5.2016)

  • Die Menschen rund um den Brand schützen sich mit Atemmasken vor dem Rauch.
    foto: apa/afp/pedro armestre

    Die Menschen rund um den Brand schützen sich mit Atemmasken vor dem Rauch.

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